Montag, 16. Februar 2015

DIE VAMPIRE TANZEN, vampirig



Die Vampire tanzen
von Joana Angelides


Ob er heute wieder da sein wird?
Sie schlendert durch den bereits in Dunkelheit versinkenden Park gegenüber ihrem Haus. Um zu ihrem Haus zu gelangen, mußte sie den Park durchqueren, um nicht einen großen Umweg in Kauf nehmen zu müssen.
In den vergangenen  Tagen hatte sie immer um die gleiche Zeit eine seltsame Begegnung mit einem sehr einsam wirkenden Mann, der wie ein Schatten aus dem Nichts auftauchte. Er war sehr schüchtern, sehr zurückhaltend, aber ausgesprochen freundlich.
Er mußte sie schon von weitem hören können, denn sie sah ihn jedesmal von der Parkbank aufstehen und in Richtung der Biegung des Weges blicken, wenn sie den Park am oberen Ende betrat.
Sie tat dies sehr leise, sich am Tor vorbei drückend, um von ihm nicht gleich bemerkt zu werden. Und trotzdem stand er jedesmal auf, schon wenn sie den ersten Schritt in den Park setzte, um sich dann wieder zu setzen.

Am ersten Tag ihrer Begegnung hätte sie ihn fast übersehen. Er saß ganz am Ende der Bank, fast von Gebüsch verdeckt. Sie wäre an ihm vorbei gegangen, ohne ihn zu bemerken, wenn ihr nicht die Tasche von der Schulter gerutscht wäre und zu Boden fiel.
Er sprang aus der Dunkelheit hervor und hob die Tasche auf und überreichte ihr diese mit einer eleganten, sehr altmodisch wirkenden Verbeugung.
Seine dunklen brennenden Augen nahmen sie sofort gefangen. Sie lächelte ihn dankend an.

So kamen sie ins Gespräch.
Er liebt den Park,  nachts wenn es dunkel ist, wenn die Schatten undurchdringlich werden und  es kleine Geräusche gibt, undefinierbar und verhallend.

Sie erzählte ihm, dass sie sich eigentlich im Park fürchtet und bisher immer versuchte noch vor Eintritt der Dämmerung diesen zu queren, um zu ihrem Haus zu kommen. Vor allem hatte sie Angst vor den Fledermäusen, die immer um die Lampen herum schwirrten und so seltsame Geräusche von sich gaben.
Sein Lachen war kehlig und es kam ihr einen Augenblick lang sogar unheimlich vor.
Eigentlich fand sie es ja sehr ungewöhnlich, dass er jeden Abend hier saß und scheinbar auf etwas wartete, das nie  kam.
Auch heute war er wieder hier und schien zu warten. Sie steuerte auf die Bank zu und setzte sich neben ihn, ließ aber einen größeren Abstand zwischen ihnen beiden.
„Es wird kalt werden, der Winter kommt“, sagte sie.
„Ja, die Blätter sind schon teilweise abgefallen und gelb gefärbt. Die Kälte umgibt uns und der Wind zerrt an unseren Kleidern. Auch die Tage werden kürzer und die Nebel kriechen in Bodennähe.“ Er sagte das völlig leidenschaftslos, ohne besondere Betonung und doch spürte sie, dass es ihm Angst machte.
„Wo wohnen sie denn?“
Er machte eine vage Bewegung in Richtung des alten verfallenen Fabriksgeländes.
Sie wußte, dort lebten einige Obdachlose, hatten sich eingenistet in den zugigen Gängen und Hallen der alten Sargfabrik.
Sie schaute ihn mit einem verstohlenen Blick von der Seite an. Eigentlich sah er gar nicht wie ein Obdachloser aus. Seine Kleidung war schwarz, sein Umhang ebenfalls, seine Schuhe waren zwar altmodisch,  aber völlig in Ordnung.
„Dort können sie doch nicht wohnen, das Gebäude ist ja halb verfallen!“
„Ich habe Freunde dort, die ich täglich besuche. Wenn sie möchten, könnten wir hinüber gehen und ich stelle sie vor?“
„Naja“, sie war sehr unentschlossen.
Er ignorierte ihr Zögern und stand auf.
„Aber ich werde sie tragen, dort ist der Boden aufgeweicht und der heutige Regen machte den Boden dadurch grundlos“.
Bevor sie sich dagegen wehren konnte, hatte er sie auf den Arm genommen. Er trug sie mit einer Leichtigkeit, als würde er  schweben. Oder schwebten sie wirklich?

Am großen Tor der Fabrik setzte er sie behutsam ab und ging vor ihr in die Dunkelheit.
Um nicht alleine am Tor stehen zu bleiben bemühte sie sich unmittelbar hinter ihm zu gehen und nirgends anzustreifen, es war alles voller Spinnweben und irgendwo hörte sie Wasser tropfen. Das  Geräusch ihrer Schritte hallte nach.

„Ich möchte wieder zurück“ flüsterte sie.

„Wir sind gleich da, haben sie keine Angst!“
Er drehte sich zu ihr um und sie konnte sein bleiches Gesicht mit den dunklen brennenden Augen im Halbdunkel sehen.

In diesem Moment kamen aus eben diesem Halbdunkel der großen Halle zwei weibliche Gestalten in ungewöhnlich langen Kleidern auf sie zu und aus einer der beiden Türe an der Seite trat ein sehr großer, hagerer Mann  und begrüßte sie beide mit einem Kopfnicken.

„Du kommst spät, die Party läuft längst“ Er sprach  kehlig, mit einem leisen Vorwurf in der Stimme.
Die beiden Frauen nahmen sie in die Mitte und zogen sie tiefer in die Halle hinein und erst jetzt konnte sie sehen, dass sich mehrere Menschen im Hintergrund aufhielten und einige eng umschlungen im Vordergrund tanzten. Rechts waren einige Nischen, in denen sich Pärchen aufhielten, die eng umschlungen da saßen und die Welt um sich vergessen schienen.
Es sah alles sehr unwirklich und auch irgendwie desolat aus.
Pärchen hielten sich eng umschlungen,  einige Gesichter  auf den Hals des Anderen gedrückt lagen sie  halb in den Sitzgarnituren, scheinbar völlig bewegungslos.

Während dessen spielte im Hintergrund eine Musik, die aus dem Nichts zu kommen schien.

Im fahlen kalten Licht der Fabrikslampen konnte man nichts Genaueres erkennen. Die Lampen hingen sehr hoch oben und  schwangen leicht hin und her und erzeugten bewegliche Schatten an den Wänden, vorgaukelnd, es wären viel mehr Menschen im Raum, als tatsächlich da waren.
Die Lampen warfen auch Schatten an die Wände und es kam ihr vor, als würden schwarze Gestalten, Fledermäusen nicht unähnlich, durch den Raum schweben.
Einige der Anwesenden waren ganz in Schwarz gekleidet, andere wieder waren jene typischen Obdachlosen, die kurios anmutende Kleidungsstücke kombiniert hatten. Diese wurden von den schwebenden, schwarz gekleideten Gestalten regelrecht umschlungen, hingen kraftlos  in ihren Armen.

An den Wänden lehnten einige der Tänzer, bleich und völlig ermüdet, hielten sich kaum noch aufrecht und schauten mit völlig leeren Augen in den Raum.

Sie befreite sich aus den Armen der beiden Frauen und suchte mit den Augen nach dem Mann der sie hier her gebracht hatte. Doch sie konnte ihn nicht finden und geriet in Panik.
Sie wurde  auch einige Male zum Tanz aufgefordert, doch es gelang ihr immer wieder sich zu verweigern.
Das Gefühl der immer stärker aufsteigenden Panik in ihr trieb sie den Weg, den sie gekommen war zurück.  Sie verlor  einen ihrer Schuhe, als einer der schwarz gekleideten Männer sie am  Arm festhalten wollte.  Um besser laufen zu können, warf sie auch den zweiten weg.
Endlich hatte sie den Ausgang des Gebäudes erreicht!

Dann  lief und lief sie durch den Morast des Geländes ohne stehen zu bleiben  und ließ die unheimlichen Geräusche und  Musik hinter sich. Sie blieb erst wieder stehen, als sie im Park war und die Lichter der Häuser am anderen Ende  sehen konnte.
Jetzt erst merkte sie, dass sie die ganze Zeit den Atem angehalten hatte.
Sie holte nun einmal tief Luft und  lief auf diese Lichter zu. Endlich stand sie  völlig verschmutzt, zitternd und ohne Schuhe  vor ihrem Wohnhaus. Mit bebenden Fingern fand sie das Türschloß und begann erst wieder normal zu atmen, als die Türe hinter ihr ins Schloß fiel.

Was war das? Hatte sie eine Vision, war das eine Täuschung der Sinne im dämmrigen Park?

Völlig erschöpft ließ sie heißes Wasser in die Badewanne ein und gab sich dem wohltuenden, sie umschmeichelnden  Naß hin.
Als sie am Morgen beim Frühstück saß und der Duft des frisch gebrühten Kaffe durch die Wohnung zog, erschien ihr das Erlebnis des vergangenen Abends so unwirklich, dass sie überlegte, ob es nicht doch ein schrecklicher Traum war.

Doch die Tatsache, dass sie ihre Schuhe nicht finden konnte und der Mantel im Vorraum sehr verschmutzt am Boden lag, holte sie in die Wirklichkeit zurück. Sie nahm sich vor, in den nächsten Tagen doch lieber den Umweg zu wählen, anstatt durch den Park zu gehen.

Wie immer kaufte sie ihre Zeitung am Kiosk und stieg in den Bus ein. Er war nicht sehr voll und sie fand einen Platz und begann zu lesen.
Der Schrei der ihr entfuhr veranlaßte alle Mitfahrer sie anzustarren.

Sie mußte es immer und immer wieder lesen:

„In den frühen Morgenstunden wurde eine Polizeistreife auf das stillgelegte Firmengelände der Sargfabrik Mühlmann & Co aufmerksam, da dort seltsame Musik, Licht und viele Stimmen zu hören waren. Sie forderten Assistenz  an und betraten das Gelände.
Die Polizei  fand zahlreiche Obdachlose die auf Gerümpel und alten Möbeln lagen und saßen. Sie waren teilweise betrunken, teilweise völlig apathisch oder bewußtlos. Sie wiesen zahlreiche Wunden, Bissen gleich, am Hals  und den Handgelenken auf. Sie hatten sehr viel Blut verloren und eben diese Tatsache gibt viele Rätsel auf; die Vorkommnisse werden  untersucht. Die aufgefundenen Opfer verschiedener Altersstufen konnten noch nicht einvernommen werden und befinden sich noch in ärztlicher Betreuung.
Die oberen Stockwerke mit dem noch vorhandenen Sarglager wurden versiegelt. Das Gelände wurde geräumt und abgesperrt“.


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Freitag, 13. Februar 2015

POSEIDON-Mon Amour, Erotik





POSEIDON, MON AMOUR

von Joana Angelides



Ich habe Dir schon von meinen Träumen erzählt, die mich durch Wände und Felsen gehen, in sich plötzlich auftuende Meerestiefe  versinken lassen.
Seit meinen Kindheitstagen vermutete ich schon immer Poseidon, den Gott der Meere und Tiefen in der Dunkelheit der See.
Nun bin ich erwachsen und wenn ich am Strand liegend, vor mich hin träume und mich das von weit draußen zu hörende Kreischen der Möwen nur wenig im Halbschlaf stört, höre ich manchmal sein Rufen.
Es kommt aus der Tiefe, ist lockend und doch herrisch zugleich.
Er ruft mir zu, die Bettstatt ist bereit, die Kutsche aus der Tiefe steigt auf und wird mich holen. Dann  sehe ich im dunklen Wasser seinen Fünfzack leuchten, seine mächtige Gestalt verschwommen sich bewegen. Und ich bin bereit.
Immer, wenn ich mich dann in die Fluten werfe, mit meinen Armen das Wasser teile, höre ich Klänge aus einer anderen Welt, gurgelnd, hell und rauschend. Die Strudel ziehen mich hinab und ich besteige diese wunderbare, grüne Kutsche mit den weißen Pferden der Wogen  und versinke in dem sich öffnenden Schlund.
Poseidon selbst reicht mir seine mächtigen Hände, trägt mich in sein Unterwasserschloss und wir sinken  auf das mit Schlingpflanzen und Algen gepolsterte Bett.
Neugierige riesengroße Fische, Oktopusse und schemenhafte Gestalten umkreisen uns,  grüne Schleier und Seeanemonen zittern um uns herum und ich versinke in den mächtigen Armen Poseidons. Die unterirdische Strömung des Meeres lässt mich unter kühlen Prisen erschauern und wärmeren Strömungen  vergehen. Er nimmt mich einfach, seine Kraft strömt in mich und es beginnt eine unendliche Reise in die dunkle, geheimnisvolle Tiefe der  Leidenschaft.  Seine kräftigen Hände streichen  sanft und doch fordernd über meinen Leib, erzeugen Druck und Zittern.
Die Entladung unserer Höhepunkte erzeugen an der Oberfläche plötzliche starke Wellen, lässt die Möwen erschrocken auffliegen und sich weiter draußen, an Ufernähe  niederlassen. Der Wind hält den Atem an und die Farbe des Wassers färbt sich dunkelgrün. 
Oh, welch süße Worte kann Poseidon flüstern. Sie plätschern an meinen Ohren wie leise Sinfonien dahin und lassen in meinem Blut Blasen aufsteigen und diese  im Kopf zerplatzen.
Er lässt sich Zeit, erweckt immer wieder dieses ungeheure Verlangen in mir, genießt es, wenn ich wild um mich schlage, das Wasser in Bewegung kommt und die Fische sich erschrocken in Nischen und Höhlen zurück ziehen. Er bindet Schlingpflanzen wie Taue um meine Arme, ringt Muscheln und Seegras in mein Haar und beginnt mich immer wieder zu erforschen, meine Schreie der Lust und Auflösung verlieren sich in den Weiten des Meeres. Danach trägt er mich   zärtlich auf seinen Armen an die Oberfläche und legt mich sanft in die Wogen.
Plötzlich wird das Wasser aufgepeitscht, riesige Wellen zerstören die Wasseroberfläche.
Das tägliche Schiff vom Festland und zerstört meinen Traum, vertreibt Poseidon aus ihm.
Ich hasse dieses Schiff immer in solchen Momenten. Aber ich weiß, Poseidon ruft mich  wieder und ich werde ihm immer wieder folgen.
Denn ich bin ihm völlig hilflos ausgeliefert.

 


AUSZUG AUS DEM e-BOOK

"EIN ZELT IN DER WÜSTE"
von JOANA ANGELIDES

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Mittwoch, 11. Februar 2015

IM HAREM, Erotik



IM HAREM

von Joana Angelides


Hallo, mein Freund
Du kennst doch Ildiko, meine ungarische Freundin?
Sie hat nun anlässlich ihres letzten Urlaubes in Bahrein irgendeinen arabischen Scheich kennen gelernt und  hat sich bereit erklärt, seine Einladung für einige Zeit bei ihm in Bahrein zu bleiben, anzunehmen.
Wir alle haben von ihr nun wochenlang nichts gehört, bis gestern dann endlich ein Brief kam.
Stell Dir vor, dieser Scheich hat einen richtigen Harem!  Ildiko war schon immer verrückt nach Abenteuern und hat sich nun darauf eingelassen.
Er hat ihr  seinen Hang für westlich erzogene Frauen gestanden, für Frauen, die garantiert nicht beschnitten und erotisch selbstbewusst sind.
Sie hat seine Zusicherung, den Harem  verlassen zu können, wann immer sie  will. Ich bin da sehr skeptisch, aber sie schrieb, der Scheich hat ihr das zugesichert und sie glaube ihm. Na wollen wir es hoffen, dass er sein Wort hält!
Sie schildert nun ihre ersten Wochen so:
Das große Anwesen von Scheich Armin befindet sich inmitten eines riesigen Parks, der ununterbrochen von unzähligen Wasserfontainen besprüht wird. Der Garten soll paradiesisch sein,  saftig und grün, mit unzähligen Springbrunnen und kleinen Pavillons bestückt. Wie es außerhalb der hohen Mauern aussieht weiß sie nicht. Sie schreibt, alles dort erinnert sie an die Geschichten über die hängenden Gärten der Semiramis. Ein blühender Garten inmitten einer endlosen  Wüste.
Sie bewohnt nun einen der Bungalows, die verstreut in diesem Garten liegen. Er ist mit allen modernen, technischen  Finessen ausgestattet, die man sich nur vorstellen  kann.
Außerdem hängen und liegen unzählige Burnusse und Schleiergewänder mit dazu   passenden Pantoffeln und Dessous in verschiedenen Farben, mit und ohne Spitzen und wunderbaren Stickereien, in den Schränken. Manche sind sehr raffiniert, durch Öffnungen in den Bustieren vorne, treten  die Brustspitzen hervor, was sehr anregend und aufregend sein soll, da sie jederzeit berührt werden können. Stelle ich mir auch sehr erregend vor.
Die dazu passenden Höschen sind unterhalb des Bauches  bis nach rückwärts zu den Pobacken offen und gewähren ebenfalls freien Zugriff. Sehr raffiniert und erotisch!
Leise Musik durchflutet die Räume und die herumstehenden Blumenarrangements strömen einen betörenden Duft aus. Man kann die Musik allerdings abstellen, den Duft natürlich nicht!
Sehr freundliche Mädchen oder Frauen kommen mehrmals täglich vorbei, bringen Obst, Süßigkeiten und kleine Geschenke mit und haben tausend Fragen, wie es denn nun in Europa so ist und was sie so bisher gemacht habe. Es sind sehr aufgeschlossene gebildete Frauen, die ungeheuren Hunger nach Wissen haben, meint Ildiko. Sie denkt, es sind insgesamt fünf oder sechs  auf dem Anwesen, vermutlich alles Frauen und Nebenfrauen des Scheichs.
In den ersten Tagen sah sie den Scheich gar nicht, was sie schon sehr wunderte.
Am dritten Tag holten sie die neuen Freundinnen gemeinsam ab und geleiteten sie in die zentralen Baderäume. Also, wie sie das schildert, ist es ein ungeheuer großer Raum, mit einem kleinen Schwimmbad, anschließendem Dampfbad und vereinzelten kleinen, in den Boden eingelassenen Marmorbadewannen. Alles in allem ein opulentes Ambiente, mit Säulen und Vorhängen, herumstehenden Euphorien, die  mit Badeölen und betörenden Duftessenzen gefüllt sind. Massagetische und Ruhebetten stehen herum. Dienerinnen in großer Zahl bieten ihre Dienste von Massage bis Körperpflege an. Also ein üppiges orientalisches Hamam, wie man es so aus Filmen kennt.
Sie halfen ihr beim Ausziehen und bürsteten ihren Körper mit weichen, aber kräftigen Strichen, gossen Öle in das Wasser, dann hüllten sie sie in weiche, warme Badetücher ein und nachher begannen sie sie, zu ihrem Erstaunen, am ganzen Körper zu rasieren. Sie übten einen sanften Druck auf sie aus, mit Kichern und Lachen und betonten, dass das viel angenehmer und außerdem so üblich sei.
Zu ihrem weiteren Erstaunen reinigten sie sie „Innen und Außen“, schenkten allen ihren Körperöffnungen intensive Beachtung und Behandlung, was immer das heißen soll.
Große Aufmerksamkeit widmeten sie der Tatsache, dass sie als Europäerin nicht genital beschnitten war. Die ganze Atmosphäre war freundlich und offen und  erotisch geladen. Nach dem Empfinden von Ildiko verstrichen dabei Stunden und ihr Körper war danach mehr als zittrig und matt.
Als sie dann endlich auf einem der Ruhebetten lag und von einer etwas älteren Dienerin sanft massiert wurde, beugten sich die neuen Freundinnen  über sie und wollten ihre Klitoris sehen und berühren.
Ich weiß nicht, ob ich das ausgehalten hätte, oder ob ich versucht hätte, aus dem Bad zu flüchten, doch Ildiko meinte, dass man da irgendwie total hilflos ist.  Es läuft eben alles in einer sehr leichten, fast fröhlichen Atmosphäre ab.
Als sich nun zwei der jungen Frauen ihren Platz nahe bei ihr erobert hatten und die Masseurin ihre beiden Beine etwas auseinander hielt, begannen die beiden langsam aber stetig ihre Klitoris zu streicheln, sie zu drehen und zu massieren.
Ildiko beschreibt die folgende  Stunde als etwas, was sie noch nie erlebt habe. Der inzwischen matte Körper begann aufgrund der stetigen, gleichmäßigen, abwechselnden Berührungen der Beiden zu summen, vibrieren und zu zucken.
Während die eine die Klitoris mit ihren Fingern umkreiste, in die Tiefe ging und dann wieder nach oben an die Spitze, befasste sich die andere mit den Brustspitzen und steigerte die Empfindungen ins Unermessliche. Dann wechselten sie sich ab. Sie beachteten in keiner Weise die in kurzen Abständen ablaufenden Orgasmen, sondern machten unbeirrt weiter. Die Masseurin griff manchmal ein, in dem sie an der Fußsohle entlang strich dabei aber eisern die Beine hielt. Unter Kichern und leisem Lachen trieben sie sie so zu einigen Höhepunkten.
Irgendwann gab ihr Körper nach, die Muskeln zuckten nur mehr und die bunten Spiralen wurden immer schneller. Gibt es tatsächlich einen Orgasmus, der sich über Stunden hinziehen kann?  Der abebbt und wieder von vorne beginnt und das Blut zum Kochen bringt?
Ildiko bejaht es aufgrund ihrer jüngsten Erfahrung. Sie ließ sich total bis zu völligen Aufgabe fallen, anfangs nicht wirklich freiwillig aber dann zuletzt doch. Sie meint, dass sich in solchen Harems die Frauen wahrscheinlich vielfach, mangels ausreichend statt findender Befriedigung durch den Scheich,  ihren lesbischen Neigungen hingeben; dass Liebesspiele zwischen Frauen nicht ungewöhnlich sind und sie wahrscheinlich ihre Sehnsüchte nach Zärtlichkeiten untereinander ausleben. Wie oft kommt denn so ein Scheich zu jede seiner Frauen?
Sie geleiteten sie dann liebevoll zu ihrem Bungalow, wo bereits ein sehr exquisites Mahl auf sie wartete. Danach verfiel sie in einen erschöpften Schlaf.
Gegen Morgen wurde sie geweckt, angekleidet aufwendig frisiert, geschminkt und geschmückt  und traf  den Scheich zum ersten Mal wieder.
Er betrat ihren Bungalow mit ausgestreckten Armen und einem herzlichen Lächeln. Er war in sehr gelöster  Stimmung, leger in einen weiten seidenen Kaftan gehüllt, sehr erfrischt und gut duftend. Er begrüßte sie überschwänglich, fragte nach ihrem Befinden und ob sie auch von allen anderen gut aufgenommen wurde. Sie  bedankte sich, betonte die freundliche Art der Frauen im Hause und beteuerte ihre Zufriedenheit mit dem Bungalow.
In der Mitte seines Bungalows, der nach zwei Seiten offen war und in den Garten mündete, stand ein sehr großes, rundes Bett. Mit unzähligen Polster und herabhängenden weißen Vorhängen und Quasten. Darüber einen großen langsam rotierenden Ventilator, der die Luft langsam bewegte.
Er bat sie, auf dem Bett, das die einzige Sitzmöglichkeit im Raum war, Platz zu nehmen und begann sie nett und zärtlich zu füttern.
Es gab frische Früchte, Pfefferminztee  in kleinen  Schalen, Süßigkeiten und Datteln.
Sie musste sich hinlegen und er schob ihr, mit Bitterschokolade überzogene Fruchtstücke in den Mund, indem er die eine Hälfte abbiss und ihr die andere Hälfte zwischen die Lippen schob.
Gleichzeitig glitten seine Hände unter ihren weiten Kaftan  und ertasteten ihre erogenen Stellen. Sie stellte wieder einmal fest, dass die Haut das größte Sinnesorgan des Körpers war. Der Körper war noch vom Abend vorher aufgeheizt und erregt und es entstanden elektrisch geladene Verbindungen, die durch den ganzen  Körper liefen.
Er genoss die Faszination ihrer Erregung, die aktiven Reaktionen ihres Körpers, er konnte nicht genug bekommen von den Höhepunkten, die er alleine durch die bedingungslose Stimulans ihrer Klitoris und der äußeren Bereiche ihrer Vagina erreichte.
Er flüsterte ihr immer wieder seine Bewunderung, seine Begeisterung ins Ohr. Er beteuerte ihr, wie einmalig und erfüllend sie als fühlende und aktive Geliebte für ihn war.
Lieber Freund, es muss ein intensives, sinnliches Erlebnis gewesen sein, wenn Ildiko es so schwärmerisch erzählt. Denn ich kenne sie,  sie war schon bisher sehr offen und  erlebnisbereit, aber so begeistert habe ich sie noch nie erlebt. Irgendwie beginne ich sie um ihre Bereitschaft, sich so ausleben zu können, zu beneiden.
Ach, sie beschreibt auch dann noch, wie sie sich  im Angesicht der untergehenden Sonne leidenschaftlich liebten. Die Dämmerung drang langsam  in den Garten ein und tauchte alles in ein goldenes Licht. Wie er in sie eindrang, sie seine Stärke und seine Bewegungen tief in ihr auskostete und sie ihre gemeinsamen Höhepunkte minutenlang genießen konnten. Er soll ein Meister der Beherrschung seiner Kräfte sein, seine Ausdauer wäre bemerkenswert, aber wohl dosiert und er fachte sie, mit kleinen Pausen und Erholungsphasen dazwischen, immer wieder neu an.
So laufen die Tage dahin, schreibt sie.  Sie weiß noch nicht, wann sie wieder zurückkommt. Möglich erst, wenn sie wieder auf neue, andere Abenteuer neugierig sein wird.
Ich bin schon sehr neugierig auf ihre nächsten Briefe.




AUSZUG AUS e-BOOK

"EIN ZELT IN DER WÜSTE"
von JOANA ANGELIDES

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Donnerstag, 5. Februar 2015

SHADES OF GREY ?

XENIA PORTOS 
DIE BEGIERDEN DER FÜRSTEIN FEDEROWA

Wer "SHADES OF GREY"   von E.L.James  für die derzeit besten SM-Bücher  findet, hat noch
nicht die Bücher von XENIA PORTOS  gelesen! 

Meine private Meinung:

Alle ihre Bücher drehen sich um das selbe Thema wie die oben genannten Bücher,
ihre Sprache ist aber gepflegter, die Handlungen gehen unter die Haut und sprechen
allle Instinkte an, regen und erfüllen unsere geheimen Wünsche, schildern Unterwürfigkeit
und Schmerz, Hingabe und Erfüllung bis zur Selbstaufgabe!

      Band 1    PERLEN DER LUST
      Band 2    IM ZEICHEN DER LILIE
      Band 3    IM FEUER DER BEGIERDE
      Band 4    GLUT HINTER KLOSTERMAUERN
      Band 5    LODERNDES VERLANGEN
      Band 6    DAS ETABLISSEMENT
                                       


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Montag, 2. Februar 2015

DIENST IM ETABLISSEMENT, Erotik (SM)



Dienst im Etablissement
von Xenia Portos

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Madame saß in ihrem Büro hinter dem französischen Schreibtisch  im Empire-Stil und schrieb einen Brief an ihre Freundin Natalia, Fürstin Federowa. Sie brauchte sie wieder einmal, denn Graf  Nikolai hatte eines der Zimmer  unter der Bedingung reservieren lassen, dass ihm Lydia dort zur Verfügung stehen wird. Lydia war nicht nur  ein Geheimtyp unter ihren Kunden, die nur anonym und mit Maske auftrat; sie war wunderschön, äußerst sinnlich, fantasievoll und war außerdem…. die Fürstin Natalia Federowa, was natürlich ein wohl gehütetes Geheimnis war.
Man raunte, sie wäre eine Prinzessin aus Samarkant, oder sogar ein schwarzes Schaf aus der Familie der Romanows. Was natürlich die Gerüchteküche brodeln ließ. Auf jeden Fall war sie aber ein Anziehungspunkt für das Etablissement.

Da Natalia ihre Lust und Begierde in ihrer, sie beengenden Ehe und im goldenen Käfig der guten Gesellschaft nicht wirklich ausleben konnte, landete sie im  Etablissement von Alexandrowa. Sie hatten eine  dementsprechende Vereinbarung, Natalia genoss ihre Sonderstellung als Edelhure Lydia und durfte sich daher ihre Liebhaber des Öfteren auch selbst aussuchen; durfte ihren sadistischen, masochistischen und auch lesbischen Neigungen ungehemmt im Schutze des Etablissements von Madame nachgehen. Dafür stand sie Madame immer wieder zu Diensten, wenn sie diese benötigte und der Fürst gerade abwesend war.

Graf Nikolai, einer der Stammkunden des Etablissements, war extrem fixiert auf Lydia, er verlangte jedes Mal nach ihr, ohne zu ahnen, dass gerade dies die Fürstin Federowa war, die Gattin seines Freundes und Jagdkameraden Fürst Federow, in dessen  Hause er oft eingeladen war und den Charme und die Gastfreundschaft der Hausherrin ahnungslos  genoss. Für Natalia war ihr Wissen über seine sexuellen Vorlieben jedes Mal ein prickelndes, erregendes Gefühl.

Madame versiegelte die Botschaft an Natalia und läutete dem Mädchen Loulou, die heute Zofendienst hatte. Das war streng geregelt und traf immer jene Mädchen, die aus natürlicher Ursache einige Tage nicht einsetzbar waren.
Wobei es da Freier gab, die gerade das sehr erotisch fanden…..

Natalia las den Brief und verbrannte ihn dann im Kamin. Dieses Geheimnis musste auf nur wenige Menschen beschränkt bleiben, dazu gehörte ihre Zofe Jekaterina, kurz Katja genannt. Sie kennt die Geheimnisse ihrer Herrin bis ins Detail, sogar ihre intimsten Vorlieben und Schwächen. Sie liebt ihre Herrin, fürchtet sie aber auch gleichzeitig. Eine dieser Vorlieben ihrer Herrin ist es, ihre Untergebenen zu quälen, um sie anschließend belohnen zu können. Die Lust der Fürstin baut sich bis zur Ekstase auf, wenn sie Katja für das kleinste Vergehen auspeitschen kann. Diese muss ihr Vergehen kniend gestehen, und sich dann selbst auf den breiten, gepolsterten Schemel vor dem Frisiertische legen und ihr Hinterteil entblößen um die Strafe zu erhalten. Sie klammert sich dann jedes Mal an die Beine des Schemels und schließt die Augen in Erwartung der Hiebe.
Je nach Stärke der Erregung von Natalia fallen diese dann auch aus. Aber es sind nie weniger als fünfzehn Hiebe, des Öfteren aber mehr und meist mit der dünnen Reitgerte. Diese Gerte beißt sich teuflisch in das Fleisch und lässt die Nervenbahnen vibrieren.  Natalia weiß genau, wie sie die Hiebe dosieren muss. Anfangs plaziert sie sie nebeneinander, bis die Haut des Mädchens rote Striemen in einer Reihe  aufweist, dann geht sie auf die andere Seite des Schemels und schlägt so zu, dass sich die Striemen kreuzen. Sie genießt das Wimmern des Mädchens, will,  dass diese mitzählt und wenn sie voller Panik nicht mehr mitzählen kann, erhöht sie die Strafe auf zwanzig Hiebe. Sie genießt die Angst, aber auch die Ergebenheit des Mädchens, es steigert ihre Lust.

Da es  sie jedes Mal so erregt, dass sie anschließend  Entspannung braucht, befielt sie dann dem Mädchen, sich wieder anzuziehen und einen bestimmten Gardisten zu holen, der genau weiß, wie er mit seiner Zunge die Herrin wieder beruhigen kann.
Dieses Zeremoniell wiederholt sich immer in gleicher Weise. Daher sorgt die schlaue Zofe immer  vor und holt den jungen Gardisten schon auf ihr Zimmer, bevor sie sich der Fürstin ergibt. Denn es ist ihr nach dieser Behandlung fast unmöglich,  nach ihm zu suchen Sie hat damit auch die Gewähr, dass sie der bis zum Platzen erregte Gardist nachher ebenfalls befriedigt und ihre Wunden  leckt. Für Beide zahlt es sich aus, die Fürstin steckt ihnen immer je ein Goldstück zu. Das Alles geschieht natürlich unter dem Verbot, es weiter zu erzählen, was bisher auch eingehalten wurde.


AUSZUG AUS DEM e-Book

"DAS ETABLISSEMENT"
von  XENIA PORTOS

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Donnerstag, 29. Januar 2015

WEIDENGERTEN, Erotik (SM)

WEIDENGERTEN
von Xenia Portos
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Der Fürst lenkte das Pferd hinunter zum Ufer des Baches, der das Grundstück auf einer Seite begrenzte. Er hatte es auf die jungen, geschmeidigen Weidenruten abgesehen, die man da  von den Bäumen abschneiden konnte.
Er hatte ein scharfes Messer bei sich und schälte die Gerten gleich an Ort und Stelle. Sie waren biegsam, dünn und sehr lang. Wenn man sie durch die Luft sausen ließ, hörte man sie surren.

Er nahm sich vor, sie heute Abend  den beiden Frauen vorzuführen und stellte sich schon im Geiste vor, wie sie vor Schmerz aufschreien werden.
Natürlich musste man verhindern, dass sie im ganzen Hause zu hören waren, er dachte schon über zwei Knebel nach, und auch daran, ihnen die Augen zu verbinden.

Er band die Gerten an den Sattel des Pferdes fest und  nahm einen Umweg über den nahe gelegenen Ort.
Er kaufte in einem Laden zwei lange Seidentücher, er würde sie ihnen als Geschenk machen, ohne dass sie vorher ahnen konnten, wozu sie gedacht waren.

Dann kehrte er in seine Lieblings-Gaststätte ein und genoss die urige Umgebung und das deftige Essen.
Die Wirtin mochte ihn, er ließ immer einige Münzen da, die sie sich heimlich einsteckte, bevor sie mit ihm auf eines der leeren Zimmer ging. Er mochte das nach dem Essen, ließ sich von ihr verwöhnen. Besonders liebte er es, wenn sie sein Schwert zwischen ihren prallen und festen Brüsten so lange rieb und drehte, bis sich seine Erregung entlud. Sie kniete dabei neben seinem Kopf und ließ seine Zunge auf ihrer Perle auf und ab gleiten. Er fasste ihre dreisten Pobacken dabei und krallte seine Finger hinein, bis sie vor Schmerz heulte. Oft schlug er auch kräftig zu und genoss ihre  unterdrückten Schreie und die Rötung ihres Hinterteiles. So lief es auch heute ab.

Als er satt und sich wohl fühlend anschließend im Schloss ankam horchte er an der Schafzimmertüre seiner Gemahlin und hörte ihre gleichmäßigen Atemzüge. Lächelnd ging er in sein Zimmer und beschloss, sich ebenfalls auszuruhen, um heute Nacht fit zu sein.

Das Abendessen verlief wie immer, die beiden Damen tratschten und lachten viel und waren sehr aufgekratzt. Nun begann er nach dem Dessert seinen Angriff zu starten.

„Welche von euch beiden geht zuerst aufs Zimmer?“ raunte er über den Tisch.
Sie sahen ihn erstaunt und ein wenig erschrocken an. Bedeutete das, dass er  seine gestrige Drohung wahr machen würde? So nachtragend kann er doch nicht sein?

Doch ein Blick in seine lüsternen Augen belehrte sie eines besseren.

„Jene die zuerst hinauf geht, kommt auch als erste dran!“

Sollte dies eine Drohung, oder ein Versprechen sein?

Die beiden Frauen fassten sich unter dem Tisch an den Händen und standen gemeinsam auf.
„Wir gehen beide gleichzeitig, wenn Du willst kannst du ja nachkommen!“
Sie ließen die Stoffservietten auf den Boden fallen und  gingen gemeinsam hinauf.

Auch gut, es sollte ihm recht sein. Er aß sein Dessert fertig, trank noch ein Glas des roten, schweren Portweines und erhob sich dann auch.

Er hatte am Nachmittag die Weidenruten mit auf das Zimmer genommen und sie in feuchte Leinentücher gewickelt, sie mussten inzwischen feucht und sehr elastisch sein.

Er entledigte sich seiner Kleidung und zog den schwarzen Kimono über, den er von seiner letzten China-Reise mitgebracht hatte. Er hatte innen zwei Taschen, in denen er jene Tube mit der Salbe hineinsteckte, die er ebenfalls dort erstand. Sie war für anale Zwecke gedacht und verursachte starkes Brennen und schmerzhaftes Jucken, wenn sie mit Schleimhäuten in Berührung kam. Die beiden Damen werden das heute anal zu spüren bekommen.
Dann legte er sich die beiden Seidenschals über die Schulter.
Er betrat ohne anzuklopfen das Schlafzimmer von Natalia, in der einen Hand eine Flasche des roten Portweines, in der anderen Hand die beiden Weidenruten, die er hinter sich herzog.
„Was willst Du von uns? Das ist doch nicht dein Ernst? Nur weil wir gestern ein wenig Spaß machten?“
Er lehnte die beiden Ruten an den Kasten neben dem Bett und zog die beiden Seidentücher hervor.
„Das sind Geschenke für euch! Natalia, du bindest deine Freundin an den linken Bettpfosten, so, dass sie vor dem Bettende knien kann. Davor will ich, dass sie ihr Kleid und das Höschen auszieht und mir ihren Hinterteil präsentiert. Wenn das nicht geschieht, rufe ich das Mädchen, damit sie ihr dabei behilflich ist!“

Die beiden Frauen waren sehr erschrocken und taten, was er wollte. Das Mädchen sollte sie nicht in dieser Situation sehen.
Sie hatten ein wenig Angst, waren aber dann doch neugierig was er sich da ausgedacht hatte.

Als Alexa nun vor dem Bettenende kniete, nahm er eines der beiden Tücher und verband ihr die Augen.

Sie horchte in den Raum, wollte wissen was hinter ihrem Rücken geschah.

Der Fürst näherte sich nun seiner Frau und öffnete selbst ihr Kleid vorne und ließ es zu Boden fallen. Dann, als sie nackt vor ihm stand, verband er auch ihre Augen und drängte sie zur anderen Seite des Bettes. Dort warf er sie auf den Bauch und  band ihre beiden Hände ebenfalls an dem Bettpfosten an. Ihre beiden Beine band er zusammen und befestigte sie am Kopfende.
So konnte sie sich nicht rühren. Sie drehte und wendete den Kopf, aber sie konnte nichts sehen.
Dann nahm er den Elfenbeindildo von ihrem Nachtkästchen und  tat etwas von der geheimnisvollen Salbe darauf und trat hinter Alexa. Er  schob ihr den Dildo langsam anal ein und bewegte ihn einige Male.
Sie stöhnte überrascht auf, doch innerhalb einer Minute begann die Salbe fürchterlich zu brennen und Alexa begann zu schreien. Er fixierte den Dildo mit einem Polster und ließ sie stöhnen und schreien. Ihre Hände waren angebunden, sie kniete, konnte sich nicht aufrichten und war völlig hilflos. Es brannte höllisch und wurde immer stärker. Sie begann zu wimmern und Tränen rannen ihr über das Gesicht.
Dann nahm er eine der beiden Gerten und ging zu Natalia.
Diese lauschte in den Raum und verstand nicht, wieso Alexa so wimmerte und schrie. Es waren keine anderen Geräusche zu hören.
Als sie nun plötzlich ein Sausen in der Luft hörte und der erste Streich der feuchten, biegsamen Weidenrute auf ihrem Po landete, schrie sie sie ebenfalls schrill auf. Zu überraschend kam der Schmerz.
Der Fürst ließ ihr einige Sekunden Zeit, hörte wie sie die Luft gierig einzog und schlug wieder zu. Der Schrei war wieder gellend und schrill. Die dünne Gerte verursachte diesen schneidenden Schmerz und rote und schwarze Kreise, rotierten in ihrem Kopf. Nachdem er ihr sechs Hiebe versetzt hatte, war sie total aufgelöst und begann zu betteln, dass er doch aufhören sollte. Ihr Becken bewegte sich wild hin und her, sie wollte den Schlägen ausweichen.
Doch sie erreichte nur, dass die Hiebe auch auf ihren Schenkeln und seitlichen Lenden landeten. Es tat höllisch weh.
Alexa konnte nicht sehen, was mit der Freundin geschah, doch hörte sie das Sausen der Gerte und konnte es sich vorstellen. Doch sie war zu sehr mit dem eigenen Schmerz beschäftigt, um die Freundin zu bedauern.
Sie bewegte und drehte ihre Becken, sie wollte den Dildo loswerden, was ihr schließlich auch gelang. Doch das Brennen wurde damit nicht milder.

Der Fürst ließ nach dem  fünfzehnten Schlag von Natalia ab und widmete sich nun Alexa. Natalia wimmerte vor sich hin, ihre Pomuskeln zuckten vor Schmerz.

Alexa spürte, wie er näher kam, verkrampfte sich und wimmerte nur mehr ganz leise. Da sauste der erste Schlag auf sie nieder und sie schrie genau so gellend wie Natalia auf. Auch sie bekam 15 Hiebe und spürte, wie ihre Haut zu brennen begann. Durch kleine Intervalle zwischen den Hieben, wurde es noch heftiger.  Der Schmerz war durchdringend und ließ den ganzen Körper erzittern. Sie schrie und schrie, nach jedem Hieb mehr und mehr.

Er ließ wieder von ihr ab und ging zu Natalia. Diese spürte, wie dieser irrsinnige Schmerz langsam den ganzen Körper empor kroch und sie beherrschte.

„Nein, keine Hiebe mehr! Es tut uns leid, wir werden so was nie wieder machen!“ rief sie verzweifelt.
Doch schlug er noch drei Mal zu.
Er stand hinter ihr, betrachtete die beiden roten Backen und  begann sie zu massieren. Die Striemen der Gerte waren deutlich zu sehen. Er zog die Pobacken auseinander und drang von rückwärts bei ihr ein. Sie begann sofort zu stöhnen, erstaunlicher Weise war sie sehr erregt.
Alexa hörte die Freundin wohlig stöhnen und so etwas wie Neid kam in ihr auf. Trotz des noch anhaltenden Brennens  wurde sie feucht und ihre Vagina begann sich ruckartig zusammen zu ziehen und wieder zu weiten.
Dem Fürsten machte es Spaß, zwischen den beiden Frauen hin und her zu pendeln.
Nach einem unglaublich starken Orgasmus ließ er wieder von Natalia ab und widmete sich Alexa. Er löste ihre Fesseln vom Bettpfosten und zog sie aufs Bett hinauf. Sie versuchte sich die Finger anzufeuchten und verzweifelt das Brennen an ihrem Anus zu mildern, doch er ließ es nicht zu, er nahm ihre Hand und leitete sie nach vorne. Sie sollte sich einmal selbst befriedigen, er wollte sie dabei betrachten.
Ihre Erregung war so groß, dass sie seinen Anweisungen folgte und ihre Perle immer schneller bearbeitete. Das war umso notwendiger, als sie doch durch ihre Bemühungen, den analen Schmerz zu mildern etwas von der Creme abbekam und nun ihre ganze Scheide ebenfalls zu brennen begann. Sie rieb wie wild und keuchte sich in die Ekstase.
Natalia horte es, sehen konnte sie nichts, denn sie hatte noch immer die Augenbinde.
Als er merkte wie ihre Zunge auf den Lippen hin und her fuhr, ihr Mund halb offen war, näherte er sein Schwert und genoss es, als sie daran saugte. Ohja, das gefiel ihm sehr!
Die Glieder des Trios wälzten sich in höchster Ekstase auf dem Bett, sie stöhnten und atmeten schwer.
Keiner der Drei konnte nachher feststellen, wie lange sie sich so gegenseitig fast in den Wahnsinn trieben.
Irgendwann verließ er die Beiden, nahm seine Gerten mit und verschwand in seinem Zimmer.
Natalia und Alexa merkten erst nach einer Weile dass sie alleine waren, sich mit verbundenen Augen nur mehr alleine vergnügten und rissen sich die beiden Schals von den Augen.
Sie küssten und leckten sich gegenseitig die Striemen, von denen einige sogar aufgesprungen waren. Natalia schwor Rache an dem Fürsten, Alexa beeilte sich, wieder in ihr Zimmer zu kommen, sie brauchte dringend ein Sitzbad, da die Creme noch immer höllisch brannte.



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Donnerstag, 22. Januar 2015

CHRONOLOGIE EINES VULKANAUSBRUCHS, Erotik


CHROLOGIE EINES VULKANAUSBRUCHS
von Joana Angelides

 20.00h 
Das Bad ist warm und vertraut.

Wir stehen unter der Dusche, Haut an Haut. Deine Hände verteilen den Schaum zuerst auf meinem Rücken, dann Po und dann auf beiden Brüsten, massieren ihn an den Brustspitzen ein, bis du merkst, dass ich ein wenig unruhig werde.

20.10h
Eine dieser festen Hände gleitet sanft über den Bauch entlang zu den geschlossenen Schenkeln und drängt sich dazwischen, während die andere Hand weiter die Spitzen mit Schaum versorgt und leicht dran reibt.
Ich seufze tief

20.20h
Finger sind eingedrungen in meine Muschel und suchen die Perle. Es macht mich langsam zittrig. Deine Zunge sucht meine Zunge und eine Welle von Lust erfasst uns. Wir geniessen es.

20.30h
Ich spüre zwischen meinen Schenkeln dein erregtes Schwert und eine kleine Schwächewelle erfasst mich. Es ist immer wieder erregend, wenn der Körper genau weiß, dass er nun bis aufs äußerste gefordert werden wird. Er erinnert sich an diese Impulse, die ihm den Sauerstoff rauben werden und fiebert danach.

20.35h
Wir gehen beide in die Knie und knien nun in der Badewanne, deine Hände sind pausenlos unterwegs an den Hügeln und Tälern meines Körpers. Ich halte mich fest an deinen Pobacken und spüre ihr Zucken.

20.40h
Du nimmst die Massagedüse der Dusche und beginnst nun meinen Rücken langsam auf und zu streichen. Das sehr warme Wasser löst Schauer der Lust aus und ich sauge mich an deiner Schulter fest. Es hört nicht auf, der Körper beginnt immer weicher zu werden.

20.50h
Nun sind alle Nerven des Rückgrates alarmiert, die elektrischen Impulse erreichen mein Gehirn und lösen Alarm aus. Ich zittere.

21.00h
Dieser Wasserstrahl hat eine unglaubliche Wirkung. Er elektrisiert den Körper und gleichzeitig  die Gehirnströme und zaubert bunte Ringe rund um mich.

21.05h
Der Strahl wandert nun langsam zu meinen Brüsten nach vorne und umspült und umrundet sie fest  und ausdauernd. Es ist ein wahnsinnig erregendes Gefühl und meine Zunge um kreist deine in immer engeren Kreisen.

21.15h
Deine Finger haben meine Perle gefunden und in Kombination mit dem Wasserstrahl an den Brustspitzen bereiten sie mir ein lustvolles Karussell der Lust. Ich flehe dich innerlich an, nicht aufzuhören und du denkst auch gar nicht daran. Mein Körper wird langsam zum Vulkan und die glühende Lava beginnt brodelnd nach oben zu drängen.

21.25h
Plötzlich hörst du auf, mein Körper bäumt sich auf, er hat dies nicht erwartet, hat sich in diesen Strudel der Gefühle sinken lassen und Zeit und Raum vergessen.
Du hebst mich an und meine Beine öffnen sich und schlingen sich um deine Hüften und wir spüren beide, dass wunderbares warmes Wasser uns liebkost.
Du ziehst mich näher zu dir hin und dringst mit deinem Speer  wortlos und unerwartet in mich ein.
Ich beuge mich zurück, du umspieltest meine Brustspitzen mit einer Hand, die andere stützt mich am Rücken, umfaßt meine Schultern und schiebt mich weiter zu dir hin. Ach, du weißt genau, was du tust, bewegst dich langsam in mir, stößt tief ein und gleitest wieder nach vorne. Mein lustvolles Seufzen, stöhnen und flüstern bestätigt dich und die machst unbeirrt weiter.

21,45h
Es ist wie ein magischer Kreis, meine Gefühle spielen verrückt, die Lava steigt immer höher und höher, der Badeschaum bedeckt uns zärtlich und ein physikalischer Phänomen findet statt. Mein Körper glüht in einem Meer von Wasser und Schaum.
Da, ich stöhne auf. Du beugst mich weiter zurück, ohne die sanften Bewegungen zu unterbrechen, richtest du den Massagestrahl der Brause auf meine Perle und treibst sie zum Wahnsinn. Das warme Wasser und der enge, starke Strahl läßt sie tanzen, einen wilden, aberwitzigen Tanz. In meinem Kopf beginnt es zu dröhnen, Feuerwerke steigen auf und die Nerven des ganzen Körpers spielen verrückt. Es ist ein einzelner Nerv, denn dieser Strahl trifft und  mit ihm spielt.

22.00h
Ich flüstere laut, dass du aufhören sollst, doch will ich das nicht wirklich und du weißt es. Ich spüre, dass auch dein Körper langsam zu jenem Punkt kommt, wo er sich fallen läßt, nicht mehr steuerbar ist. Ich richte mich in deinen Armen wieder auf und presse meinen Körper an dich, ohne dass wir unsere steten, intensiven Bewegungen minimieren. Ich will, dass es nie aufhört.

22.15h
Seit einigen Minuten werden wir nun vom gewaltigsten Vulkanausbruch, den mein Bad je erlebt hat, erfasst. Lava wälzt sich den Abhängen hinab, Sterne, Steine und Feuer werden meilenweit heraus geschleudert und die Welt ist am Untergehen.

Irgendwann finden wir uns in diesem Chaos, aneinander geklammert, zitternd und erschöpft, um ein wundervolles Erlebnis reicher, wieder.

Eingehüllt in weiche, sanfte Bademäntel liegen wir noch lange quer über das Bett, ohne zu wissen, wie wir dahin gekommen sind. Aber sehr gelöst und mit einem Lächeln, den sensiblen, zuckenden  Körper zärtlich berührend, geniessen wir das soeben Erlebte.

Morgen, wenn wir wieder auf festem Boden stehen, werde ich das Badezimmer aufwischen müssen.


 







AUSZUG AUS DEM e-BOOK

GEHEIME FANTASIEN"
von JOANA ANGELIDES

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Ausführliche
Leseproben

JESU IS LOVE, satirisch



JESU IS LOVE
von Joana Angelides


Wie man sieht, kann man Buchstaben in magischer Weise verwenden. Ein wenig verschoben, kann man ihnen auch eine andere Bedeutung geben.
In diesem Falle haben wir sogar gleich mehrere Religionen hinter uns, die uns sogar noch Beifall klatschen!
Das Schöne daran ist, dass da auch niemand widersprechen kann!

Ein anderes gutes Bespiel ist auch das Wort „Blumentopferde“. Die einen füllen sie in einen Blumentopf, die Verwegenen reiten auf ihnen.

Das Wort mein „Alter“ bekommt immer wieder eine andere Bedeutung, je nachdem ob man es groß oder klein, vor oder hinter einer anderen Vokabel setzt. Ja sogar, in welchem Tonfall man es ausspricht!

Da sieht man wieder, wie segensreich die Klein- und Großschreibung in unserer schönen Sprache ist.
Nicht nur die Großschreibung zaubert in unsere Grammatik wundersame Arabesken. Wie oft angeführt, kann ein kleiner Beistrich sogar über Leben und Tod entscheiden.

Irgendwann soll da bei einem schriftlichen Befehl ein Fehler begangen worden sein:

„Hängen, nicht begnadigen!“ Oder „Hängen nicht, begnadigen!“

Ob dies jemals geschah, weiß man nicht, aber es kling gut und das Gerücht hält sich hartnäckig!

Viele Sätze sind schon oft einem Missverständnis unterlegen, oder wurden missverstanden!
Wenn die Frau des Kunsthändlers aus Paris vom Bildverkauf SMS´st:
„Habe Liebhaber gefunden, komme drei Tage später….!“
So kommt ´s drauf an……

Irgendwie misstrauisch sollte Mann werden, wenn Frau den neugeborenen Sohn „Hamlet“ taufen will. 
Schrieb nicht schon Shakespeare „Sein oder Nichtsein, das ist hier die Frage“. Wobei es beim Vorlesen nicht ganz klar ist, ob es nicht auch heißen könnte

„Sein oder nicht Sein, das ist hier die Frage!“


Bei der leisen Frage
„Haben Sie Feuer!“ sollte man nicht gleich nach dem Feuerzeug greifen, es gibt auch noch andere zündende Handgriffe, oder so.

Wie soll man das auslegen, wenn ein Politiker androht:
„Wir standen voriges Jahr noch vor dem Abgrund, nun sind wir einen Schritt weiter!“

Wenn Sie eine „letzte Mahnung“ bekommen, sollten Sie sich nicht unbedingt freuen, denn es ist vielleicht noch lange nicht Schluss!
Und bei „anderen Umständen“ kann es sich um ein neunmonatiges Ereignis handeln, das irgendwann einmal zu laufen beginnt!
Und sein „letzter Weg“ war möglicherweise kein Spaziergang!
Sollten Sie jemals „ins Gras beißen“, war das auch keine Rohkostplatte!


Nicht jeder Dichter ist ein Installateur, aber mancher Installateur ist nicht ganz dicht! Das sollte man sich merken



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Samstag, 10. Januar 2015

BEGEGNUNGEN DER NACHT, erotisch-vampirig





Begegnungen  der Nacht

von Joana Angelides


 Nun saß er schon die dritte Nacht vor dem Computer und die wenigen Zeilen, die als Ausbeute da standen, starrten ihn an.

Er kam einfach mit seiner Geschichte nicht weiter. Die Geräusche welche tagsüber ablenkten hatte er ausgeschaltet, indem er nachts schrieb; wobei auch die angenehme Kühle der Nacht   dazu verleitete, besonders in diesen Tagen mit fast tropischen Temperaturen.

Doch die letzten zwei  Nächte waren   angefüllt mit Raunen und Flüstern, mit Geräuschen die von draußen in den Raum drangen. Manchmal schien es ihm, als wären Menschen auf seiner Terrasse, so dass er nach draußen ging und lauschte. Er hatte dann einen wunderbaren Überblick über die Lichter der Stadt und sah die Kirchtürme  schemenhaft in einiger Entfernung in die Höhe ragen und den Himmel, der sie umgab in hellerem Licht. Doch es war niemand zu sehen. Nur eine leichte, angenehme  Brise berührte ihn und ließ sein Haar in die Stirne fallen.
Nach einer Zigarette, deren Stummel er dann in die Nacht schnippte, ging er wieder hinein und setzte sich  an den Schreibtisch. Er bog seinen Kopf zurück und blickte an die Decke. Um seine Gedanken zu sammeln.
Der weiße dünne Vorhang, der zur Hälfte die Türe bedeckte,  wurde plötzlich in den Raum geweht und eine leichte Brise von draußen verfing sich in ihm. Der Stoff bauschte sich auf und legte sich über den Bildschirm. Er griff danach und spürte zu seinem Erstaunen eine Hand die sich um die seine legte und einen leichten Druck ausübte.
Er stand auf und ließ sich von dieser Hand um den Schreibtisch herumführen und verfing sich in dem Vorhang. Es war wie die Umarmung eines weichen  Körpers. Und es war ein weiblicher Körper, weich und anschmiegsam, angenehm kühl in dieser heißen Sommernacht.

„Komm, tanze mit mir!“ Raunte ihm eine kehlige, etwas rauhe Stimme ins Ohr. Sie ließ sich umfassen und ihr schweres Parfum stieg in seine Nase und explodierte in seinem Kopf. Er war wie benommen. Plötzlich erschien es ihm wunderbar, so schwerelos durch die Türe hinaus in die dunkle Nacht zu gleiten. Ihr langes Haar flog ein wenig durch die Drehung und verdeckte seine Augen.
Nun bemerkte er auch die Anderen auf der Terrasse, sie lösten sich aus den Schatten beim Abluftsystem,  dem Abgang zur Treppe und dem Liftschacht, sie bewegten sich im Mondlicht und wogten hin und her.
Also hatte er sich doch nicht getäuscht, als er glaubte  Stimmen und Raunen von draußen gehört zu haben.
Noch immer hielt er dieses leichte Geschöpf in seinen Armen, spürte den Druck ihres Körpers, sah in tiefe grün schillernde, schwarz umrandete Augen, die voller Versprechen waren.
Ihre  Lippen waren halb geöffnet und schienen wie eine blutrote Rosenknospe im morgendlichen Sonnenlicht. Es schien als wären sie  glänzend, vom Tau des Morgens. Er hatte nur den einen Wunsch, diese Lippen zu berühren, den Tau davon in sich aufzunehmen. Als er ihren Atem spürte, war es bereits zu spät um noch zurückzuweichen. Ihrer beiden Lippen berührten sich und er spürte, wie sich alles um ihn drehte und er in einen tiefen Tunnel fiel, der sich spiralförmig nach unten bewegte und um ihn herum drehten sich Wirbel aus weißen  Schleiern, und ein tosender Wasserfall, blutrot gefärbt, umgab ihn.
Sie löste sich von seinem Mund und grub ihre Lippen in seinen Hals. Das Versenken  ihrer Zähne  darin empfand er als einen lustvollen Schmerz, der nach dem ersten Aufbäumen zu totaler Ermattung führte. Er glaubte mit ihr ein Körper zu sein, aufgehend in ihr, unlösbar verbunden. Um sie beide  herum tanzten inzwischen weiterhin diese seltsamen, dunklen Gestalten und es schien ihm Totentanz und Hochzeitstanz zugleich zu sein.
Wie lange diese, die Sinne erregende  Begegnung nun gedauert hatte war im Nachhinein nicht mehr feststellbar. Doch als er erwachte, lag er am Boden der Terrasse, die zu seinem Atelier führte. Die hinter den Dächern zaghaft aufgehende Sonne mit ihren wärmenden Strahlen hatte ihn geweckt und tat in seinen Augen weh. Er stand völlig benommen auf und taumelte mehr als er ging wieder in sein Atelier zurück. Er war völlig erschöpft, er wollte nur schlafen und zog die Vorhänge zu.
Er verfiel  in einen tiefen Schlaf, der den ganzen Tag über dauerte. In seinen Träumen kamen schemenhaft dunkle Gestalten vor, die um ihn tanzten, ihn berührten. Immer, wenn er glaubte in den Armen einer der weiblichen Gestalten zu liegen, verspürte er ein ziehendes, angenehmes Gefühl in seinem Innersten.

Nach dem  Untergang der Sonne öffnete er die Türe zur Terrasse und atmete tief die kühlere Nachtluft ein und trat erwartungsvoll hinaus. Es hatte sich nichts verändert. Hatte er nur geträumt? Wo waren die Gestalten geblieben, die aus dem Schatten hervortraten, die um ihn tanzten, wo war dieser wunderbare  weiche weibliche Körper der sich an ihn schmiegte? Seine Finger berührten seinen Hals und er verspürte dort verwundert einen kleinen Schmerz.

Enttäuscht ging er wieder hinein und setzte sich an den Schreibtisch um seine Arbeit fortzusetzen. Und plötzlich flogen seine Finger über die Tasten, das Geschriebene nahm Gestalt an und mühelos konnte er alle seine Gedanken zu Papier bringen.
Sein Inneres war plötzlich reich und weit, aufnahmefähig, verständnisvoll und ausdrucksstark.
Er wußte nicht, wie lange er  wie in Trance geschrieben hatte, als er aufhorchte.
Die Nacht war schon fortgeschritten und der Mond stand klar und deutlich am Himmel.
Da waren sie wieder, diese Geräusche, dieses Wispern, diese heimlichen Bewegungen auf der Terrasse. Er stand auf und ging hinaus.
Sie  umfingen  ihn wieder, diese Schleier, diese Gestalten, diese Berührungen, wie eine Brise des Windes. Er reihte sich ein in ihren Kreis, fühlte sich leicht und unbeschwert.
Befand er sich gerade eben auf einem der anderen Dächer? Oder flog er dem Mond entgegen?
War er schwerelos?
All diese Fragen schwirrten durch seinen Kopf und er ließ sich vom Licht des Mondes und  seinen Gefühlen und Empfindungen hinauftragen in den dunklen Himmel.

Am Morgen fand er sich, wieder liegend auf der Terrasse, völlig ermattet aber glücklich.
Sollte dies nun seine Bestimmung sein, zwischen Traum und Wirklichkeit, Tag und Nacht,  in aller Ewigkeit die Welten zu wechseln?




AUSZUG AUS DEM E-BOOK

"SIE SIND UNTER UNS"
von JOANA ANGELIDES

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