Montag, 14. September 2015

AUS LICHT GEBOREN, Soft-Erotik



AUS LICHT GEBOREN
 von JOANA ANGELIDES

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Der Abend schien wieder genau so trostlos zu werden, wie die vergangenen beiden Abende. Das Seminar an dem ich teilnahm war um 18.ooh beendet und vor dem Schlafengehen lümmelten wir alle noch in der Bar herum und nahmen unsere Drinks. Ich saß ganz am Ende der Bar, angelehnt an die Wand und trank Gin-Tonic.
Da geschah es.
Ich sehe noch immer dein kleines Lächeln, mit dem du an diesem Abend in die Bar des Hotels kamst.
Die Mappe in deiner Hand landete schwungvoll am Tresen der Bar und mit einer Bewegung der linken Hand versuchtest du deinen blonden Haarschopf aus dem Gesicht zu streifen
Während dieses Vorganges traf mich dein Blick und blieb sofort fest an meinem Gesicht hängen. Es war ein leicht fragender Blick, mit eben diesem kleinen Lächeln, das mich sofort gefangennahm.
Noch immer hielten mich deine blauen Augen gefangen, als du gegenüber, am anderen Ende der Bar Platz nahmst und nach deinen Zigaretten suchtest.
Ich spürte die aufsteigende Hitze in meinem Gesicht und hielt den Atem an. Die Begegnung mit dir war wie ein Auftauchen aus einem tiefen See und das Eintauchen in gleißendes Sonnenlicht. Alles rundherum verschwand hinter diesem Licht.
Ich fragte mich plötzlich, wie alt du wohl sein mußtest.
Du erschienst mir so jung und unbekümmert, schön wie Apoll, dessen Geburt die Insel Delos in eben solch gleißendes Licht getaucht haben soll.
Noch immer hielten sich unsere Blicke fest, mein Kopf neigte sich etwas seitlich und ich spüre, wie ein Lächeln sich um meinen Mund legt.
Während du deinen Kaffee trinkst, hältst du meinen Blick gefangen und es gab kein Entrinnen aus dieser Verbindung.
Plötzlich hatte ich den Wunsch, aufzustehen und mich neben dich zu setzen. Sofort reihte ich diesen Gedanken in die Kategorie wilde Fantasie ein. Du erschienst mir plötzlich mindestens zwanzig Jahre jünger zu sein, als ich.
Dein Gesicht wurde durch die ober dir angebrachte Lampe mit Abdeckung in Licht und Schatten geteilt, so daß die Augen und die Nase etwas im Schatten lagen, doch das Licht deinen Mund voll beleuchtete. Ich spürte plötzlich diese, mir so sinnlich erscheinenden Lippen auf meiner Haut, ich spürte, wie sie langsam von meinem Hals zum Brustansatz wandernden und merkte, wie meine Handfläche plötzlich auf dem Ausschnitt meines Kleides ruhte, so als würde ich diese Küsse abwehren wollen.
Scheinbar stieg mir das Gin-Tonic in den Kopf!
War dein Lächeln eben stärker und ein wenig spöttisch geworden?
Röte stieg mir ins Gesicht. Es war mir, als würdest du meine Gedanken lesen, dein Mund öffnete sich leicht und meine Fantasie zauberte mir wieder Bilder vor, die ich nicht erlauben wollte.
Mit einem Ruck rutschte ich vom Barhocker, nahm meine kleine Tasche und strebte der Halle und dem Hotelaufzug zu. Ich spürte deine Blicke in meinem Rücken und befürchtete, sie würden mir womöglich ein Loch in das teure Kleid brennen.
Der Aufzug brachte mich in meine Etage und ich nahm den Zimmerschlüssel aus meinem Täschchen. Meine Hände zitterten ein wenig, als ich versuchte, ihn in das Schloß zu stecken. Da spürte ich hinter mir einen warmen Körper, der sich an mich schmiegte und meine Hand führte. Ich wußte sofort, daß du es warst.
Warum ich es als so selbstverständlich nahm, daß du mich leicht in das Zimmer drängtest?
In diesem Moment war es selbstverständlich für mich
Das Zimmer lag im Halbdunkel der Straßenbeleuchtung und als meine Hand den Lichtschalter sucht, ziehst du sie sanft weg.
Langsam drehst du mich um und deine Augen versanken wieder in den meinen und erzeugten ein Feuerwerk von Licht und explodierenden Sternen.
Als deine Lippen suchend über meine Wangen strichen und schließlich meine Lippen berührten, verlor ich den Halt unter den Füßen. Doch du hast mich aufgefangen und mit starken Armen gehalten.
Wieso fanden deine Finger den Reißverschluß meines Kleides so mühelos, so dass das Kleid an mir hinab glitt? Deine Fingerkuppen fuhren langsam an meinem Rückgrat entlang und wie durch Zauberhand fandest du alle störenden Haken und Knöpfe.
Die Erregung durch deine Berührungen trug mich und ließ mich Zeit und Raum vergessen. Geflüsterte Worte ließen mich eintauchen in die Welt der Gefühle. Ein Wirbel von Farben und Klängen umgaben mich und trugen mich über Wellen und Meere der Sinnlichkeit.
Jede Berührung deiner Lippen erzeugten an der spiegelnden Oberfläche des Sees meiner Begehrlichkeit sich fortpflanzende Ringe, die immer größere Kreise zogen und von den nachkommenden Wellen überrollt wurden.
Ich wurde geschüttelt von sich steigerndem Aufbäumen vor dem Ausbruch des Vulkans in meinem Inneren. Deine Zärtlichkeiten ließen mich zu schmelzendem Gold werden und im Augenblick des ultimativen Höhepunktes unserer beiden Körper fühlte ich mich emporgehoben zu den Sternen des Universums und wurde hinein gezogen in das gleißende Sonnenlicht.
Es war eine Nacht, die niemals zu Enden schien. Es waren Stunden in denen wir unsere Vereinigung immer wieder erlebten und uns danach festhielten, wie gedacht für die Ewigkeit.
Als ich dann irgendwann morgens aufwachte, warst du nicht mehr da. Der Platz neben mir war leer, so als wärest du niemals da gewesen.
Ich wollte deinen Namen rufen, doch ich wußte ihn ja gar nicht. Hatte ich das alles nur geträumt?
Wie viele Gin-Tonics waren das denn gestern Abend?
Naja, immerhin, ein sehr realer, intensiver und auch schöner Traum!
Wir mußten die Zimmer räumen, es war der letzte Tag des Seminars. Nach dem Mittagessen ging es wieder heimwärts.
Meine suchenden Blicke im Speisesaal waren nicht von Erfolg gekrönt. Also, doch ein Traum.
Als ich den Schlüssel an der Rezeption abgab, legte mir der Mann an der Rezeption ein Feuerzeug hin.
"Das haben sie im Zimmer vergessen, wir wünschen ihnen eine gute Heimreise!"
Ich habe das Feuerzeug aufgehoben, vielleicht treffe ich dich doch wieder einmal, irgendwo in einer Bar?




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DIE VERGANGENE NACHT, Erotik



DIE VERGANGENE NACHT
VON JOANA ANGELIDES

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Ich sitze beim Frühstück, eingehüllt in eine goldene Wolke von Empfindungen, umgeben vom  goldenen Licht meiner Liebe, noch immer unter dem Eindruck der vergangenen Nacht.
Wieder einmal vertraue  ich meine Gedanken und Empfindungen der letzten Nacht diesem Tagebuch an. Es ist Zeugnis einer großen, nie enden wollenden Liebe.

Gestern war ein dunkelblauer warmer, sinnlicher Abend, voller Geräusche, wispernder Stimmen und weit entferntem Frauenlachen, glücklich und kehlig. Die Sonne war soeben untergegangen und ließ am Horizont jenes rote Licht verglühen, das die hereinbrechende Nacht so vielversprechend einleitet.

Wir saßen am Strand, an ein Boot gelehnt und vergruben unsere nackten Zehen in den feinen Sand und unsere Hände berührte sich an den Fingerspitzen. Seine strahlenden blauen Augen waren auf mein Gesicht gerichtet und versuchten darin zu lesen. Sie versanken in meinen Augen und fanden darin die bedingungslose Hingabe und Liebe, die ich für diesen zärtlichen Mann empfinde.

Anfangs hat er mich gar nicht bemerkt, war immer an mir vorbei gelaufen und ich spürte den leichten Sand auf meinen Beinen.

Es war schon sehr dunkel, als wir uns dann erhoben und durch den Sand zu unserem Wagen gingen und heimfuhren
Den ganzen Abend, beim Essen und beim Genießen  des goldenen Weines verließen seine Augen nicht mein Gesicht und ich stellte fest, wie völlig ohne Scham oder Zurückhaltung ich mich nach seiner Berührung sehnte. Endlich sind wir dann aufgebrochen.

Ich lag dann, völlig entkleidet, nur mit einem leichten Schals so quer über meinen Körper gelegt, am Rücken auf meinen Bett und hielt die Augen geschlossen. Voller Spannung, jeden Augenblick seine Berührung erwartend. Doch er ließ sich wieder einmal Zeit, kniete neben mir und ich konnte seinen Atem spüren, wie er im Abstand mit seinen Lippen die Linien meines  Körpers entlang fuhr, sorgsam bedacht,  mich nicht zu berühren. Ich zitterte vor Erregung und konnte es wie immer nicht erwarten. Er liebte dieses Spiel und steigerte dadurch die Spannung. Er genoß es, wenn meine Augen um Berührungen bettelten.

Immer wieder ahnte ich seine Hände über mir, seine Lippen zart am Halse vorbei streichend.
Es begann unerträglich zu werden.
Um einen Anfang zu machen, winkelte ich ein Bein an und begann es langsam  zu bewegen. Da spürte ich endlich seine Fingerspitzen auf der Innenseite meiner Schenkel, konnte  seine Fingernägel spüren.  Ich war angespannt wie eine Feder.

Über meinen Brüsten wurde sein Atem nun wärmer und dann begann er endlich meine Brustspitzen zärtlich  mit seinen Lippen zu berühren und ich begann wie immer  zu beben. Gleichzeitig berührten die Finger seiner rechten Hand den Eingang zu meinem Lustzentrum und ich spürte wie er langsam und forschend meine Empfindungen auslotete.
Zittern erfaßte meinen ganzen Körper. Gleichzeitig  berührte seine andere Hand die kleine Wölbung meines Bauches und verweilte eine Weile an meinem Nabel und ich fühlte 100.000 Volt durch meinen Körper jagen.

Die Berührungen der anderen Hand ließen plötzlich von jenem Punkt ab, der mich so erregte,  und er überließ mich einige Sekunden meinen abklingenden Empfindungen nur um  das Feuerwerk von neuem anzufachen. Ich wurde wellenförmig geschüttelt von durch mich laufende, nie enden wollenden Gefühlen, ich stöhnte und wand mich unter seinen Händen, flüsterte seinen Namen und wähnte mich schwebend in einem Tal voller Blumen, berührt von  tausenden von Schmetterlingen, zitternd durch die Berührung deren Flügel.

Er ließ langsam  in mir diese ungeheure Spannung ansteigen, sie wurde zu einem Höhepunkt, der sich immer wieder wiederholte, der meinen Unterleib zu einem ausbrechenden Vulkan werden ließ, Feuer und Lava schleudernd.

Sein ultimatives Eindringen geschah in einem Augenblick der höchsten Ekstase, mein Körper flog und ich begann zu glühen.

In solchen Momenten wird der Raum, in dem man sich befindet zu einer in sich geschlossenen Welt, man hat das Gefühl er dehnt sich endlos aus, er wird ganz hell und man schwebt darin, nur gehalten von den Armen des anderen.

Diese Nächte werden jedesmal zu einem wunderbaren Erlebnis. Es ist in keiner Minute zu erkennen, in welchem Stadium der Erregung, oder Verbrennens und anschließenden  Verglühen wir uns gerade befinden.

Jede dieser Nächte wird, bis zum nächsten Mal,  zur wunderbarsten.

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Freitag, 21. August 2015

DIE NYMPHOMANIN, Erotik



DER ESCORTSERVICE
von XENIA PORTOS

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Die Nymphomanin

Lisa, die Chefin, vereinbarte mit Mark Felder, dass er Margarita am Montagmorgen von zu Hause abholen wird, da sie ja sicher einen Koffer mit persönlichen Dingen  mitnehmen wird wollen.

Als Margarita  in aller Ruhe auf dem kleinen Balkon ihres Appartements das letzte Frühstück vor ihrem Einsatz einnahm und  träumerisch die kleine ruhige Gasse hinunterblickte fuhr ein silberfarbenes Cabrio vor. Der Fahrer blickte suchend die Häuser nach der Hausnummer entlang und parkte sich dann exakt unter ihrem Balkon ein. Er blickte auf die Uhr, es waren noch einige Minuten Zeit, er lehnte sich zurück und nahm eine Zigarette. Das gab Margarita Zeit, ihn zu betrachten.
Er war ein gut aussehender, elegant wirkender Mann, wahrscheinlich Ende Vierzig. Er hatte dichtes dunkles Haar, das an den Schläfen stark angegraut waren. So auf den ersten Blick schien er ein kultivierter, angenehmer Mann zu sein.
Sie räumte in aller Ruhe das Frühstücksgeschirr weg, schloß die Balkontüre und
machte noch einmal einen Rundgang durch die Wohnung, die sie Dank ihres derzeitigen Einkommens sehr ansprechend und gemütlich eingerichtet hatte. Sie verdiente sehr gut durch ihre Tätigkeit beim Escortservice, doch legte sie das Meiste auf die Seite, sie wollte irgendwann wieder nach Peru zurück und sich dort dann eine seriöse Existenz aufbauen.

Der Koffer, wo sie einige wichtige Dinge sowie Kleidung und ein Buch bereits eingepackt hatte, stand griffbereit bei der Türe.
Gerade als sie noch einen prüfenden Blick in den Spiegel in der Diele warf, läutete es. Es war die Klingel von der Sprechanlage.

„Ich komme!“, rief sie gut gelaunt. Sie nahm ihren Koffer, versperrte die Wohnung und fuhr mit dem Lift nach unten. Er begrüßte sie mit einem dezenten Lächeln, nahm ihr den Koffer aus der Hand und legte ihn auf den Rücksitz.

„Ich darf mich vorstellen, mein Name ist Mark Felder! Für Sie natürlich Mark“, seine Stimme war angenehm und tief. Konnte man eine kleine Unsicherheit heraus hören? Sie schaute ihn prüfend von der Seite an.

„Mein Name ist Margarita und ich freue mich schon auf unser Zusammensein“, dabei lächelte sie ihn gewinnend an.
Das war ein Satz, der ihnen von Lisa eingebläut war, den sie zu jedem Kunden sagen sollten.

„Ich hoffe, es wird für uns beide eine schöne Zeit“, lächelte er zurück.
Sie merkte während der Fahrt, dass er offenbar einen anderen Weg einschlug, als sie annahm. Sie hatte von Lisa ja die Adresse bekommen und die lag in der entgegengesetzten Richtung.
Es war, als würde er ihre Gedanken erraten.
„Wir fahren zuvor noch in ein Modehaus, ich bin mit der Besitzerin befreundet, denn ich denke nicht, dass Sie die für meine Pläne erforderliche Garderobe in ihrem Koffer haben!“
Sie horchte in sich hinein. Irgendwie klang das schon ein wenig herblassend und geringschätzig, aber er war der Kunde und daher König!
Sie hatte natürlich einige sehr schöne, exklusive Stücke eingepackt, die er noch gar nicht gesehen hatte und sich daher gar keine Meinung darüber bilden konnte.

Der Einkauf war ein Erlebnis, ein Rausch der Sinne und des Luxus. Sie nahmen die Sachen nicht gleich mit, sie werden, nach erfolgten kleinen Änderungen,  geliefert.

Sie nahmen nur eine Tragtasche mit einigen seidenen Burnussen und Dessous gleich mit, denn sie konnte ja schließlich nicht nackt im Haus herum laufen, wie er meinte.
Seine bevorzugten Farben waren offenbar eine Melange zwischen golden grün und blau, blumig, die Stoffe weich fließend und sehr teuer.

Das Haus lag in  einem vornehmen Teil der Stadt, umgeben von einem großen Garten. Er lenkte den Wagen durch das sich selbständig öffnende Tor und hielt vor einer weißen Villa, die recht ansehnlich war.

Gleich in der Halle, die von einer breiten nach oben führenden Treppe beherrscht wurde, erwartete sie eine Frau.
Sie war eine dunkle Schönheit mit olivfarbener Haut, die durch ein fließendes weißes, langes Kleid noch zusätzlich betont wurde. Ihre schwere schwarze Haarpracht war rückwärts zu einem Knoten zusammen gerafft und ihre Füße steckten in flachen goldenen Sandalen. Sie begrüßte sie auf Spanisch. Ihre Stimme war weich und  melodiös, ihre Bewegungen grazil, anmutig und zaghaft.

Er begrüßte sie sehr liebevoll, fast vorsichtig, ja behandelt sie wie eine zerbrechliche Porzellanpuppe. Sie genoss seine Berührung mit geschlossenen Augen und einem feinen Lächeln.

„Darf ich vorstellen, das ist Margarita, “ er zeigte auf sie „und das ist meine Frau Mercedes“.
Sie reichten sich die Hände, während Mercedes ihre Hand nur sehr leicht in die ihre legte, drückte Margarita ihre Hand jedoch kräftig, was diese zusammen zucken ließ.
„Das ist schön, dass Du unseren Besuch gleich mitgebracht hast! Kommen Sie, ich zeige Ihnen Ihr Zimmer!“ Sie ging voraus, die Treppe hinauf. Ihre Bewegungen waren katzenartig, erinnerten an einen Panther. Sie schien die Treppe hinauf zu schweben, ihre Füße berührten kaum die einzelnen Stufen.

Diese Frau ist eine Wildkatze, schoss es Margarita durch den Kopf. Äußerlich war sie eine wunderschöne Blume, eine weiße Orchidee, aber innerlich war sie wild und ungezähmt! Margarita kannte diese Art von Frauen, sie schätzte sie immer richtig ein. Wenn ein Mann diese Art von Frau einmal besaß, war er ihr verfallen! Er merkte gar nicht, dass sie es eigentlich war, die i h n besaß!

Das Zimmer war groß, fast nur in Weiß gehalten, das Muster der Tapeten waren
große grüne Blätter, die dem Raum etwas Leichtes und Weites gaben. Das Badezimmer war ebenfalls ganz in Weiß und Grün.

Während Margarita alles inspizierte, schüttete die Hausherrin die Tragtasche mit den mitgebrachten Kleidungsstücken am Bett aus.

„Oh, die sind ja wunderschön! Wenn Sie dann geduscht haben, darf ich eines für Sie aussuchen?“
Margarita nickte.
„Wir werden uns duzen, das macht die Sache ja einfacher!“, sagte sie gleich anschließen, völlig übergangslos. Sie fragte nicht, sie bestimmte es einfach!

Margarita hatte inzwischen ihre Kosmetiksachen im Bad deponiert und nestelte an ihrem Kleid herum um sich auszuziehen und erwartete nun, dass sich Mercedes zurückziehen werde. Doch diese dachte gar nicht daran, blieb einfach im Türrahmen stehen und schaute ihr zu.

„Dort sind die Handtücher!“, deutete sie mit einer Handbewegung zu einem Glasschrank.  Sie wollte also offenbar zusehen!
Auch gut! Margarita ließ ihre Sachen einfach zu Boden fallen und stieg in die Dusche, schloß die Glastüre und ließ das warme Wasser über ihren Körper rieseln. Durch die milchige Glastüre sah sie, dass sich ihr Mercedes langsam näherte. Dann machte diese die Glastüre einfach auf und nun erst bemerkte sie, dass auch Mercedes nackt war. Wie selbstverständlich stellte sie sich neben sie unter den Wasserstrahl und griff nach der Seife. Sie waren beide fast gleich groß sodass sich ihre Brustspitzen zwangsläufig berührten, während das warme Wasser zwischen ihren Körpern nach unten floss. Mit ihrer Zungenspitze zog sie die Lippen Margaritas nach und mit der Seife bearbeitete sie mit langsamen Bewegungen deren Brustnippel, die sofort hart wurden. Dabei gab sie leicht singende, gutturale Töne von sich und macht mit dem Becken rhythmische Bewegungen, wie in Trance. Nun führte sie die Hand mit der Seife von den Brüsten weg, glitt nach rückwärts und führte die Seife über die Pobacken Margaritas, glitt in der Pospalte einige Male hin und her, drang mit  ihren spitzen Fingernägel ein wenig in den Anus ein und bog einen Finger ab,  um sie Innen zu massieren.
Margarita war inzwischen bereits auf das Höchste erregt, eigentlich auch überrascht. Sie hatte diesen Frontalangriff, gleich nach ihrer Ankunft ja nicht erwartet.
Diese wunderbaren Fingerkuppen hatten ihre Brustspitzen erreicht und der zarte, aber doch feste Druck zauberte Impulse, die durch sie hindurch gingen, elektrische Schläge auslösten und ihren ganzen Körper in Spannung versetzten. Normaler Weise war es Margarita, die ihre Kunden derartig überraschte. Doch dieses Mal wollte sie nicht, dass es aufhörte, lauschte  neugierig in sich hinein um die Geräusche des aufsteigenden Blutes zu genießen. Die Signale gingen durch ihre etwas fahrig herumsuchenden Arme bis in die Fingerspitzen, ihren Arme wieder zurück, durch den Bauch bis hinunter zu den Zehen. Es war ja meist so, dass sie ihren Kunden diese Wohltaten zu genießen gab, doch jetzt war es eben einmal umgekehrt und das war angenehm.

Sie nahm die ebenfalls bereits völlig hart und groß gewordenen Brustspitzen von Mercedes zwischen ihren Daumen und Zeigefinger und begann sie ihrerseits nun zu bearbeiten. Mercedes warf  sofort den Kopf zurück und fauchte wie ein Panther.
Sie unterbrach ihre Massage am Anus von Margarita, hob ihren rechten Fuß und schlang ihn über deren Hüfte. Ihre glatt rasierten Schamlippen fuhren langsam auf deren Schenkel auf und ab und eine Hand suchte ihren Venushügel. Mercedes glitt nun mit der Seife darauf auf und ab und über die Schamlippen fand sie dann die Klitoris und ließ die Seife langsam hin und her gleiten, fand den Eingang und ließ die inzwischen sehr rutschig gewordene, ovale Seife hineingleiten. Ihre Finger hörten nicht auf, die Klitoris zu stimulieren und Margarita begann langsam die Kontrolle zu verlieren.
So standen die beiden selbstvergessen unter der Dusche und verloren sich in ihrem ersten gemeinsamen Orgasmus.

„Oh, ich sehe, ihr habt ja gleich einen Weg gefunden, um sich näher kennen zu lernen!“, es war die Stimme des Hausherrn. Er war offensichtlich durch das immer lauter werdende Stöhnen der beiden angelockt worden.


Margarita machte eine abwehrende Bewegung in Richtung Mercedes, doch diese hielt sie eisern fest.
„Nein, bleib da, er liebt das! Er wird uns nun täglich beim Duschen zusehen! Wenn wir ihm das aber erlauben sollen, dann muss er auch was für uns tun, bzw. tun, was wir wollen!“
Die Seife war inzwischen heraus geglitten und zu Boden gefallen. Mercedes hatte ihr erhobenes Bein langsam hinab gleiten lassen und stieg, tropfnass wie sie war aus der Dusche, wo sie von ihrem Mann sofort mit einem weichen Bademantel umhüllt, aufgehoben und hinaus getragen wurde. Irgendwo schloss sich eine Türe.

Margarita blieb noch eine Weile unter dem warmen Wasserstrahl stehen und genoss mit geschlossenen Augen den abklingenden Orgasmus.
Wird es hier zu einem doppelten Engagement kommen, wird sie beide zufrieden stellen müssen, bzw. wollen?

Auch für sie hing ein Bademantel im Raum, in dem sie sich einhüllte und kräftig abmassierte. Dann ging sie ins Zimmer zurück. Sie griff zum Telefon uns unterrichtete Lisa in kurzen Sätzen von der überraschenden Wendung.
Es war ein Teil des Procedere, damit Lisa immer über den Stand der Dinge Bescheid wusste und war auch gleichzeitig eine Bestätigung, dass alles in Ordnung war.

Mercedes hatte offenbar die Burnusse am Bett sortiert. Sie lagen in einer Reihe rechts, nur einer lag gesondert am Bettenende. Sie hatte sogar das passende Dessous dafür ausgesucht.
Der Burnus war im Grundton grün, mit orangefarbenen Papageienblüten am unteren Ende, das Korsett kurz und schwarz, mit langen Strapsen. Ein Hauch von Nichts war das Höschen, mit einem Schlitz im Schritt. Das hatte Mark Felder so ausgewählt. Mit Bedacht offenbar, er war ein Genießer, der alles im Voraus plante!

Sie zog sich an, ließ die schwarzen Strümpfe mit dem breiten Band bis zur Mitte ihrer festen Schenkel gleiten, befestigte die Strapse und schlüpfte in die hochhackigen Pantoffel.

Der Burnus war an beiden Seiten geschlitzt und man konnte dadurch bei jedem Schritt  ihre langen Beine sehen. Nach einem Blick in den Spiegel stellte sie fest:
`Der Mann hat Geschmack! ´

AUSZUG AUS DEM e-Book

"DER ESCORTSERVICE"
von XENIA PORTOS


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Mittwoch, 5. August 2015

LODERNDES VERLANGEN Erotik



 LODERNDES VERLANGEN
AUSZUG AUS DEM GLEICHNAMIGEN E-BOOK VON XENIA PORTOS
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Die Welt war bis vor einigen Wochen noch völlig in Ordnung und im Gleichgewicht. Wenn es ihm nach der Gesellschaft einer Frau gelüstete, einer Frau die sich seinen sexuellen Wünschen unterwarf, Leidenschaft zu reflektieren imstande war, dann begab er sich in das Etablissement der Madame Alexandrowa in St. Petersburg und ließ sich dort einfach fallen. Madame hatte einige sehr interessante, entzückende Mädchen, die seine Neigungen und Wünsche schon kannten und sie ausreizten, bis er die Session von sich aus beendete.

Das ging so lange gut, bis Lydia dort  auf der Bildfläche erschien. Lydia war geheimnisvoll, Lydia war die erotische Zauberin schlechthin. Niemand kannte sie, sie  trat nur mit Maske auf, nahm diese Maske niemals ab und sprach auch sehr weinig. Doch sie stand jedes Mal in Flammen, wenn er sie für eine Nacht buchte und er fühlte und spürte, dass es ihr ungeheures Vergnügen bereitete, sich auch selbst  total auszuleben. Sie schrie ihre Leidenschaft und ihre Gier hemmungslos hinaus, fauchte und flüsterte, forderte seine Männlichkeit, als wäre er der Sklave und nicht sie die käufliche Kurtisane.  Sie soll eine Prinzessin aus Samarkant sein, wie man sich unter vorgehaltener Hand zuflüsterte. Um sie zu buchen, musste man mit viel Glück und finanziellem Einsatz einen Termin mit Madame vereinbaren. So oft es ihm möglich war, fand er sich ein und tauchte in Lydias Welt der Erotik und der Ekstase ein. Er genoss es, von ihr ausgepeitscht, gequält und gedemütigt zu werden. Hatte dann anschließend in ihren Armen aber wiederum das Gefühl, von ihr geliebt zu werden. Sein Betteln, ihr Gesicht sehen zu können, war bisher immer erfolglos, sie verschwand anschließend regelmäßig in einem Nebenraum und er sah sie an diesem Abend nie wieder. Es war sein ganz persönliches Fegefeuer.

Nun aber war die Welt auf den Kopf gestellt. Sie hatten eine Katastrophe bewältigt, sind gemeinsam  einem  brennenden Kloster entronnen und ihre Anonymität konnte dadurch nicht mehr Aufrecht erhalten werden. Ihre Identität war die große Überraschung für ihn, aber auch ein Sturz in einen scheinbar  ausweglosen Abgrund.
Graf Nikolai schleudert sein Weinglas in die Glut des Kamins.

Vor seinem Inneren zogen die Ereignisse vor dem schrecklichen Brand im Kloster vorbei. Es war geplant, dass sich Lydia in einem, in den Bergen befindlichen Klosterkomplex, mit ihrer Zofe einfand und sie sich, durch einen unterirdischen Gang mit einem anderen Kloster und Priesterseminar verbunden,  ihren Gelüsten hingeben werden. Einige der Mönche und auch der Prior selbst, waren eingeweiht, die sich dort ebenfalls ihren fleischlichen Genüssen regelmäßig hemmungslos hingaben. Die Klöster waren  weit entfernt von St.Petersburg und entzogen daher  jeglicher Kontrolle durch  die Kurie und entwickelten dort unbeachtet ihre Eigendynamik.
Es funktionierte, alles war wunderbar vorbereitet und sie konnten auch einige wunderbare Nächte erleben, immer unter dem Mantel der Anonymität Lydias.
Er hatte keine Ahnung, dass Lydia gleichzeitig die Fürstin Natalia Federowa war. Sie behielt ihre Maske, er unterwarf sich ihr und befand sich zwischen den einzelnen nächtlichen Sessions in einem Ausnahmezustand der Erregung.
Zur dramatischen Wende der Ereignisse kam es erst, als der Prior des Klosters in einem Anfall von Wahnsinn und Reue ob der begangenen Sünden und Ungehorsams gegenüber seinem Gelübde, das Kloster in Brand setzte. Er war rettungslos verstrickt in seinen Gefühlen zu einem Seminaristen, den gelegentlichen Ausflügen in die Welt der Hetären und der Bordelle, die er in St. Petersburg aufsuchte  und  kam plötzlich zu der Erkenntnis, dass das Kloster ein Sündenpfuhl  und Ort der Verdammnis war. Er  tötete den Seminaristen, setzte das Kloster in Brand und verbrannte schließlich selbst in den Flammen.
Sie entkamen nur mit größter Mühe dem Inferno, Graf Nikolai übernahm die Beschützerrolle und fuhr sie mit einer Kutsche zurück nach St.Petersburg. In dieser Situation war die Identität Lydias natürlich zweitrangig. Er musste  feststellen, dass Lydia  in Wirklichkeit eine der angesehenen Damen der oberen Gesellschaftsschicht der Stadt und die Frau eines seiner Freunde, des Fürsten Michail  Federow, war.

Seit ihrer Flucht aus dem Inferno hatten sie sich nicht wieder gesehen. Auf seine Anfrage bei Madame Alexandrowa bekam er immer einen abschlägigen Bescheid.
Er musste jedoch mit ihr sprechen, er wollte eine Aussprache, wollte sie mit seinem Verlangen und seiner unkontrollierbaren Leidenschaft konfrontieren, wollte ihr klar machen, dass er ohne sie, selbst  in einem tobenden Fegefeuer verbrennen wird!  Doch der Bote kam immer wieder zurück und berichtete, dass seine Botschaft zwar von der Zofe übernommen wurde, er jedoch auf keine Antwort warten durfte und man ihn ohne Bescheid weggeschickt hätte.

Bei seinem letzten Besuch bei Madame griff er zu einem drastischen Mittel, um vielleicht seine Kobolde im Inneren zur vertreiben. Er ließ sich von Pjotr, einem hünenhaften  Kerl, der im Bordell ebenfalls arbeitet, anketten, auspeitschen und mit Gerten bearbeiten, bis sich blutige Striemen über seinen Körper zogen und er wie verrückt den Namen Lydias hinausschrie. Doch auch das befriedigte  ihn keinesfalls, sein Verlangen wurde nur noch größer. Pjotr rammte ihm sogar seinen riesigen Pfahl einige Male in den Anus, bis er nur mehr gurgelnde Laute von sich gab und er sich selbst seinen Brustkorb blutig kratzte, doch nichts konnte sein Verlangen nach Lydia eindämmen.

Seine Frau, Gräfin Elvira Vodonow, bemerkte die Veränderung ihres Gatten natürlich, doch es war ihr egal. Sie war eine zarte, unscheinbare Frau, ohne sichtbare Reize und immer mit einem unzufriedenen Ausdruck im Gesicht.
Ihre Ehe war von Anfang an nicht sehr glücklich,  ihr Eheleben  war geprägt von zufälligen Begegnungen, die ihr keinerlei Befriedigung verschafften, sodass sie  mit der Zeit immer öfter ablehnte, sich von ihm begatten zu lassen. Den abnormen Neigungen ihres Mannes, wie sie seine Vorlieben nannte, konnte sie keinen Geschmack abringen. Dadurch wurde jede Lust und jedes Verlangen in ihm mit der Zeit abgetötet. Das Ehepaar hatte zwei getrennte Zimmerfluchten und es kam vor, dass sie sich oft tagelang gar nicht trafen.
Doch seit einigen Tagen machte sie sich schon so ihre Gedanken. Er war kaum ansprechbar, aus seiner Zimmerflucht kam die ganze Nacht Lichtschein und des Öfteren hörte sie ihn betrunken grölen und keuchen. Es war ihr auch, zu allem Überfluss, über seine blutige Wäsche von den Dienstboten berichtet worden.
Auch in dieser Nacht hörte sie sein Gegröle und seine Brunftschreie und sie schlich sich zu der verschlossenen Türe seines  Schlafzimmers. Sie war nur mit einem Nachtkleid bekleidet und hielt in der Hand einen Kerzenleuchter, der grause Schatten an die Wände der Gänge warf.  Sie hörte seine Schritte, hörte das Glas splittern und auch, wie der Sturm an den Fensterläden rüttelte. Er musste die Fenster geöffnet haben, sicher wird das Regenwasser den Parkett ruinieren. Sie drückte langsam die Klinke herab, öffnete die Türe einen Spalt und blickte in den Raum hinein.
Da kniete Nikolai, vom Regen patschnass und mit  offenem Hemd, ein neues Glas in die Höhe haltend, auf dem Boden vor dem offenen Fenster und sein Gesicht war mehr eine Fratze.
Sie erschrak und stieß einen Schrei aus. Er erblickte sie in der offenen Türe, erhob sich und taumelte auf sie zu.
„Lydia!“, er ergriff den Arm Elviras, diese stürzte zum Boden, „ich verbrenne innerlich, ich will Dich, sofort!“, damit schliff er sie, an einem Arm gepackt,  quer durch den Raum, hob sie dann auf und warf sie aufs Bett. Er ignorierte ihren Protest,  riss ihr das Hemd herunter, ergriff ihre Beine, spreizte ihre Schenkel  auseinander und rammte ihr sein erregiertes Schwert in den Unterleib. Er fixierte  mit den Händen ihre beiden Schultern   am Laken  und wütete in ihr. Es war ein Sturm der aus dem Inferno kam. Sein Keuchen und sein Stöhnen wurde immer lauter, er verbiss sich in sie, wo er sie erreichen konnte. Ihre Schmerzensschreie  und ihr Weinen hörte er gar nicht.
Sie war so überrascht, dass sie sich nicht wirklich wehren konnte. Sie spürte  ihren Schmerz, seine Wildheit und Gier zwar, doch war sie zu schwach und auch wie gelähmt ob dieses Angriffes. Er war über ihr, seine Augen sprühten Funken und sein Schwert in ihr löste etwas aus, was sie noch nie so empfunden hatte. Sie spürte plötzlich, wie alles in ihr zu beben begann, sich ihre Muskeln in der Scheide verkrampften, wie sich Säfte in ihrem Unterbauch  zusammenzogen und hatte den ersten Orgasmus ihres Lebens.
Sie schrie diese Empfindungen heraus, ihr zarter Körper begann unkontrolliert zu zittern und kraftvoll krallten sich ihre Fingernägel in seinen Rücken, sie begann seine Stöße zu erwidern und bewegte wild ihr Becken. Sie entluden sich, diesmal gemeinsam, ihre Bewegungen wurden langsamer und Nikolai sank neben ihr zusammen.
Er richtete sich auf und blickte ihr in das erhitzte Gesicht.
„Duuuu?“, rief er erstaunt.

Sie starrte ihn an, versuchte sich zu orientieren und hielt den Atem an.
`Was war denn da geschehen?´
Plötzlich begriff sie. Sie richtete sich mit einem Schrei auf, raffte ihr zerrissenes Hemd vom Bett und flüchtete, nackt wie sie war,  aus dem Raum.

Graf Nikolai blieb perplex liegen. Es war eine neue Erfahrung, dass auch Elvira offensichtlich ein Weib war. Doch er begriff auch, es war nicht Lydia, die er da gerade, wild wie ein Hengst, bestiegen hatte. Er stand neben seinem Bett, umfing den Pfosten, der den Baldachin hielt mit beiden Händen und schlug mit dem Kopf dagegen. Blut rann über seine Stirne, er spürte es kaum und warf sich wieder auf das Bett. Die Erschöpfung übermannte ihn und er schlief ein. Doch es war kein erholsamer Schlaf, Albträume verfolgten ihn, er sah wieder das brennende Kloster, den Prior am Glockenturm, wie er seine Hände gegen Himmel streckte und Gott anrief, wie die Flammen um ihn herum loderten, ihn erfassten und er sah den erhenkten, am Glockenturm baumelnden jungen Seminaristen. Er wachte  auf, fiel wieder in den Schlaf und rannte im Traum, Lydia hinter sich herziehend, durch einen brennenden Wald. Er sah wie Flammen nach ihr züngelnden und sie gellend schrie. Schweißgebadet  wachte er auf.

Der Morgen war inzwischen herauf gedämmert und man konnte hören, dass das Haus und die Menschen darin, erwachten. Es waren die Geräusche des Alltages. Er stützte seinen schmerzenden Kopf in die Hände. So konnte es nicht weitergehen, das stand fest. Er entschloss sich, den kühlen Morgen auszunützen und einen Ausritt zu machen. Er hoffte, dass er in der Natur, auf dem Rücken seines Pferdes und in frischer Luft, einen klaren Kopf bekommen wird und er überlegen kann, wie er wieder alles in den Griff bekommen kann.

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Donnerstag, 30. Juli 2015

TEUFEL IN MEINEM BETT, Erotik



Liebenswerter Teufel in meinem Bett

von Joana Angelides

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Heute ist wieder so ein Tag, dem ich seit Stunden entgegen zitterte


Wird er die Dinge, die wir vorige Woche gemeinsam im Sex-Shop eingekauft haben, auch benutzen?
Ich bin mit dünnen Seidentüchern ans Bett gefesselt und fühle mich meinen und seinen Sinnen total ausgeliefert, die Maske auf meinem Gesicht macht das übrige.
Ich liege da, die Stille wird immer lauter und das einzige, das ich hören kann ist mein Herzschlag. Da, ein Luftzug! Er betrat wieder den Raum.

Schon spüre ich etwas Warmes auf meinem Bauch und dann spüre ich wie Fingerkuppen es verteilen. Es riecht nach Moschus und Vanille.

Sehr lange kreisen diese Fingerkuppen um meinen Nabel, gehen nach oben, umkreisen meine Brust, sparen jedoch die Brustspitzen aus. Es macht mich verrückt, denn gerade da entzündet sich meine Erregung. Er will das scheinbar  bis zuletzt aussparen.

Dann gleiten diese Fingerkuppen wieder nach abwärts, massieren meine Hüften, gleiten die Schenkel außen nach unten und wieder innen nach oben. Ich bäume mich auf vor Lust.
Doch diese Berührungen stoppen plötzlich und gleiten wieder nach abwärts. In meine Kniekehle, weiter die Waden nach unten und umkreisen meine Füße. Sie gleiten an der Seite  bis zu den Zehen; Kratzen an ihnen, kratzen in den Zwischenräumen und meine Beine beginnen zu vibrieren. Diese Hände haben plötzlich Nägel, die Fingerkuppen sind verschwunden?
Er ist ein Teufel.
Sie beginnen auf der Fußsohle zu tanzen, zart zu kratzen. Ich stöhne.
Dann beginnen sie jeden Zeh zu berühren, darüber zu streifen, ich stöhne lauter. Es wird unerträglich und es hört nicht mehr auf. Ich beginne unkontrolliert zu zittern, möchte fliehen. Ich kann nicht fliehen, bin ich doch mit dünnen Seidentüchern an das Bett fixiert.

Alle meine Muskeln spannen sich nun an, der Körper versucht dieser Qual zu entkommen. Da, er hört endlich auf und ich atme auf, mein Körper sackt in sich zusammen.  Doch es war nur ein kurzer Moment, schon beginnt es wieder und diesmal sind es keine Fingerkuppen, keine Fingernägel, sondern es ist ein harter und doch elastischer Pinsel. Wahrscheinlich ist es der Pinsel mit  den Marderhaaren, den wir schon eine Weile haben. Er läßt meine Beine wieder unkontrolliert zucken, mich aufbäumen, mich betteln, er soll doch aufhören. Aber er weiß, dass ich eigentlich nicht wirklich möchte.
Ich spüre nur seinen warmen Atem auf meinem Bauch.
In der selbst gewählten Dunkelheit stelle ich mir vor, wie er über mich gebeugt es genießt, wie ich mich winde, um eine Pause flehe.


Der Pinsel bewegt sich auf der Fußsohle in wechselndem Tempo und in meinem Inneren beginnen sich bunte Kreise zu drehen. Ich muss da raus, ich halte es nicht mehr aus.
Plötzlich hört es auf.  Der Pinsel wandert an der Innenseite meiner Beine hinauf zu den Schenkeln und vermittelt den Eindruck von Millionen von Ameisen, die über meinen Körper laufen. Ich spüre, wie ich feucht werde, wie sich meine Vagina zusammen zieht.
Nun kommt dieser Pinsel langsam näher an mein Lustzentrum und ich halte nun auch den Atem an.
Zarte Finger teilen meine Scham und der Pinsel gleitet langsam zwischen meine Lippen. Er erreicht die Klitoris und beginnt langsam darüber zu kreisen. Die Impulse steigen in meinen Kopf, erzeugen bunte Ringe, drehende  Kreisel und das Gefühl nur mehr aus Gehirn und Klitoris zu bestehen.
Der Pinsel bewegt sich hin und her, am Punkt rundherum. Schneller, dann wieder langsamer, ich stöhne und stoße kleine Schreie aus. In dem Moment, als sich ein Orgasmus ankündigt, hört der Pinsel auf. Die Spannung fällt zusammen.  Ich beginne zu betteln, flüstern und schneller zu atmen. Doch er ist erbarmungslos.
Er hat mir einen wahnsinnig aufregenden Nachmittag versprochen und das scheint er nun doch in die Tat umzusetzen.
Er entfernt sich und läßt mich mit meiner Erregung alleine. Ich horche in die Dunkelheit, die Ameisen sind teilweise zur Ruhe gekommen. Doch vereinzelt spüre ich sie noch, besonders im Gehirn. Sie machen meinen Geist verrückt.

Da, er beginnt wieder sich mit meinen Füßen zu beschäftigen. Er reibt sie mit etwas Öl ein und beginnt schon wieder unter meinen Zehen zu tanzen, mit seinen Fingernägel meine Fußsohlen, besonders an den Seiten zu bearbeiten und mein Körper bäumt sich wie unter Strom auf, zuckt.  In Kürze werde ich die Kontrolle verlieren. Als es fast unerträglich wird, hört es auf.

Ich merke den Luftzug, den ein Körper verursacht, der sich ganz nahe bewegt. Ich spüre, wie sich dieser Körper über mich beugt und meine sehr harten, erregten Brustspitzen zwischen seine Lippen nimmt und sie preßt, dreht und mit seiner Zunge streichelt.
Ich werde mit ungeheurer Wucht von einem Sturm hoch gehoben und fliege nun hoch hinauf in die Wolken.

Seine Fingerkuppen erfassen nun wieder meine Perle und streicheln im selben Rhythmus darüber, wie seine Zunge meine Brustspitzen berührt. Jeder Zentimeter meiner Haut ist elektrisiert, es läuft Strom darüber, das Vibrieren hört nicht mehr auf.
Ist es ein Finger, sind es zwei oder drei, die nun in mich eindringen? Sie berühren meinen G-Punkt, sie katapultieren mich in den Orbit, kein Nerv in meinem Körper kann ruhig bleiben, die Nervenenden glühen. Die Finger massieren langsam aber  betont diesen Punkt und sein Daumen kreist über meiner Perle. Ich spüre  Kaskaden von Empfindungen in meinem Körper auf und ab zu laufen, wie Flut und Ebbe. Sie werden in Kürze über  mir zusammenschlagen.

Es kann unmöglich ein Mensch  alleine sein, der meinen Körper so zum Klingen bringt, oder er hat sich in ein Phantom mit hundert Armen und einigen Körpern verwandelt. Die bunten Kreise in meinem Gehirn werden immer schneller und ich fliege direkt über einen Vulkan, der sich plötzlich auftut, als er in mich eindringt, schnell und fordernd, kräftig und selbst pochend und zuckend.
Der erste gemeinsame Orgasmus schlägt über uns zusammen, reißt mich mit.

Die Stille danach ist wieder quälend. Ich spüre nur seine warmen festen Hände wie sie meinen Körper streicheln, seine Lippen über meine Brüste streichen, den Bauch hinunter wandern, im Nabel verbleiben und unruhig vibrieren, es verhindern, dass die  Erregung abflaut.

Er entfernt sich wieder und ich bleibe in der völligen Dunkelheit und Stille zurück.
Spüre plötzlich, wie Nebelfetzen, oder sind es Spinnweben?  Über mich gleiten.
Meine Schenkel berührt  und  sie auseinander drängt.  Er drängt sich in mein Lustzentrum und bleibt genau über meiner Klitoris stehen. Es sind tausend Zungen, die sich mit der noch immer sehr erregten Stelle vereinen und es beginnt wieder in meinem Körper  zu fließen, meine Nervenenden zum vibrieren bringend. Ich bin auf ein Rad gebunden, dass sich immer schneller dreht.
Warmer Atem ist spürbar über den Spitzen der Brust und eine, oder mehrere Zungen beginnen ihr Spiel.
Es gibt kein Entrinnen, die Ameisen kommen wieder, der Strom erfasst meine Fingerspitzen und breites sich aus bis zu den Zehen. Mein Mund trocknet aus, ich kann nur mehr stoßweise atmen.
Mein Körper wird gleichzeitig in glühende Lava getaucht, dann wieder in ein Meer von Eis. Die Zunge hört nicht auf, sie stülpt mein Innerstes nach Außen und dieses Innere ist  wie eine Pfingstrose mit tausend dunkelroten bebenden Spitzen.
Das Blut steigt und steigt in den Kopf, ein Feuerwerk explodiert und ich sehe nur mehr diese Sterne an einem schwarzen Nachthimmel.
Es ist ein neuerlicher Orgasmus, der nicht aufgehalten wird, nicht unterbrochen wird.
Nichts ändert sich, die Zunge arbeitet ruhig weiter, treibt mir den Schweiß aus allen Poren und ich spüre, wie die Erregung, die Lust tiefer eindringt in meinen Leib. Es tauchen aus dem noch nie sichtbaren Abgrund Gefühle auf, die den Körper aufblasen, ihn in der Luft treiben lassen und das ausbrechende Feuer lodern lassen.
Unmittelbar, ohne Vorwarnung überrollt mich der nächste Orgasmus, raubt mir fast das Bewußtsein.
Doch es hört nicht auf. Ich schreie diese schmerzhafte Lust hinaus, Er steckt mir seine Finger in den Mund, ich sauge daran spüre wie mir Tränen der Lust über die Wangen laufen.

Inzwischen kriechen seine Hände weiter über meinen Körper, machen ihn zittern, reizen die Nerven und  holen gutturale Töne aus mir hervor. Der glühende Körper bäumt sich auf, will dieser Qual ein Ende bereiten, ist jedoch chancenlos.

Inzwischen spüre ich seine Lippen am ganzen Körper, sie spielen mit ihm saugen an ihm und kühlen die glühenden Punkte.

Der ultimative Orgasmus überrollt mich, ich sehe in meiner Dunkelheit meinen Körper von innen heraus, sehe jede Sehne, jede Vene und jede Ader. Sehe wie sich glühende Lava in ihnen wälzt, sehe, wie sich mein Bauch nach außen wölbt, meine Brust sich öffnet und das Herz wie rasend schlägt. Alles was ich noch spüre ist die Explosion in meinen Kopf. Sehe, wie er von innen her zerrissen wird, wie die Feuerwerkskörper die Gehirnschale verlassen und werde gleich das Bewußtsein verlieren.

Bevor dies geschieht, fängt er mich mit seinen starken Armen auf und hält mich so lange, bis sich mein Körper beruhigt.

Es dauert eine Ewigkeit und eine Stunde.



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HOTEL ORIENT Erotik



 HOTEL ORIENT
von Joana Angelides


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Das Hotel Orient ist im Herzen von Wien im 1. Bezirk, direkt bei der Goldenen Brücke zu finden. Die Zimmer kann man auch kurzfristig für ein paar schöne Stunden buchen.

Ich habe gestern wieder meine Lust erleben, mich in die Arme des Eros begeben dürfen und bin in einer völlig anderen Welt erwacht.
Da unser derzeit bevorzugtes Hotel voll belegt war,  bekam ich eine Mail mit neuer Anschrift: Hotel Orient.
Es ist dies ein traditionelles, altes Hotel, das man früher (oder auch noch heute?) ausschließlich zum Zwecke der Lust aufgesucht hat. Heute ist es ein Geheimtipp, wird sogar von Paaren aufgesucht, die selbst eine Wohnung haben, nur um das Ambiente und die Atmosphäre zu genießen.
Aus Neugier, und weil ich einmal als Erste da sein  wollte, kam ich schon eine Stunde früher. Schon im Taxi überkam mich eine ungeheure Erregung, meine Fantasie spiegelte mir Dinge vor, die noch nie geschehen waren.
Ich wurde von der Rezeption in den ersten Stock geführt und eines der Zimmer aufgeschlossen, der Schlüssel innen angesteckt und der Boy verschwand sehr diskret nach Erhalt des Bakschisch natürlich. Gehört sich so, im Hotel Orient, nicht wahr?

Um dem Ambiente gerecht zu werden habe ich mir ein langes orientalisch gestyltes, sehr dünnes Kleid angezogen, das rechts und links mit Gold umrahmte Schlitze aufwies und sehr aufreizend aussah.
Gleichfarbene Pantoffel mit einem Puff vorne und bunten Strass-Steinen gehörten dazu.
Die Einrichtung war sehr orientalisch angehaucht, einige Kupferkannen und Wasserpfeifen standen herum. Lederne Polster und Hocker waren  im Raum verteilt und die Beleuchtung war sicher aus irgendwelchen Wüstenzelten.
Die Teppiche waren handgeknüpft und man konnte in ihnen versinken. Die Vorhänge vor den Fenstern waren blickdicht und hatten an der Seite schwere Samtvolants.

Ich legte mich auf  das Bett, über mir ein Baldachin und schloss in freudiger Erwartung die Augen. Oh, hörte ich da nicht Flüstern, Rascheln und Raunen, Kichern und kleine spitze Schreie, erhitzte Worte, leidenschaftliches Stöhnen?
Ich öffnete die Augen, es war total still.
Doch immer, wenn ich die Augen geschlossen hielt, war dieses Raunen da, der schwere Duft von Moschus und Moos, Rosenöl und Vanille.
Es war als wäre ich nicht allein, als wären all diese Gestalten und Liebenden noch hier.
Das Bett schwankte leicht, rechts und links von mir bewegte sich etwas. Begehrende Hände glitten meine Schenkel empor, suchend unterhalb des Kleides, an den Hüften, am Bauch.
Sie spielten mit meinen Härchen, ein Finger glitt zwischen die inzwischen erhitzten Lippen meines Lustzentrums und glitt langsam auf und ab, die Perle nur kurz berührend, weiter wandernd, mich leiden lassend.
Ich spürte, wie sich das alte Geschehen dieser Räume verwirklicht, die Geräusche wiederkehren, ja  einfach in den Wänden, den üppigen Polstern und Decken verborgen sind.

Spürte an mir, wie fordernde Arme meine Schenkel spreizten, heißer Atem über die Feuchte strich und wurde fast wahnsinnig vor Verlangen.
Ich nahm mir vor, die Augen nicht zu öffnen, den Traum und die mich anspringende Erregung nicht zu stören und so liegen zu bleiben.
In meinem Trancezustand nahm ich wahr, dass  einer dieser Geister, die noch immer hier zu wohnen schienen,  das Kleid einfach aufriss und ich völlig nackt dalag, einen Fuß angehoben; den anderen seitwärts, matt liegen ließ  und tausend Zungen meine intimste Stelle liebkosten. Während langsam behutsame Finger in mich eindrangen und sich bewegten, innen kreisten und ein Feuer entzündeten.
Einer jener Punkte, deren einige vorhanden sind, der in diesem Moment besonders empfindlich war, war im Kreuzfeuer dieser Finger und jagte mir die Hitze durch den Körper, als wäre es ein vom Wind angefeuerter Flächenbrand.

„Oh, ich liebe ihre Leidenschaft, ihr Temperament und ihre  Bereitschaft, exzessive Reize zu ertragen, aus sich heraus zu gehen und mich zusehen zu lassen, wie sie die Beherrschung verlieren, meine Liebe!“
Es war seine Stimme, die mich in die Gegenwart zurückholte. Er ist in der Zwischenzeit gekommen und hat meinen sich windenden Körper offensichtlich in Besitz genommen und es waren seine Hände, die mich gerade bis zum Wahnsinn erregten und mein hochgehobenes Becken in beiden Händen hielt. Er schob mir einen der üppigen Polster darunter und begann nun, langsam aber stetig, ohne seine Finger ruhig zu stellen, mit dem Daumen langsam meine Perle zu umrunden, sie an der Spitze mit leichten Berührungen zu reizen. Ich hielt die Augen wieder geschlossen und genoss diese Wellen, die über mich rollten. Seine Finger in meiner Vagina zündelten das Feuer weiter an, die Flammen loderten wie auf einem Scheiterhaufen und ich konnte nur mehr mit geöffnetem Mund schreien und um mehr betteln. Er wusste was er tat, was er da in Gang setzte.
Unaufhaltsam überrollte mich eine Erschütterung nach der anderen, mein Bauch zog sich zusammen, entspannte sich wieder, nur um neuerlich  angespannt das Becken zu heben.
Ich hörte wieder das Flüstern der Paare aus der Vergangenheit, die gurgelnden Laute von Frauen, ihr helles Lachen und tiefe Basstöne, Glöckchen und leise Trommeln im Hintergrund und spürte die Glut von heißem Wüstenwind. Spürte, wie sich die Planen eines Zeltes bewegten und Sklavinnen mir den Schweiß von der Stirne tupften.
Vielleicht waren es auch Eunuchen, die Erfrischungen brachten, oder duftenden Weihrauch neben die Liege stellten.
Ich war benommen und fühlte mich in eine andere Welt versetzt.

Irgendwann tauchte ich in einen Zustand der völligen Schwerelosigkeit ein, sie versetzte mich in die Vorstellung, getragen und gehalten von starken Armen auf einem Pferd durch den Sand der Wüste dem Mond entgegen zu reiten.
Wir saßen auf diesem Pferd, Antlitz zu Antlitz, waren beide nackt und sein Schwert bewegte sich im Rhythmus des Rittes in meiner Scheide, angeschmiegt  in einer maßgeschneiderten Hülle und ich hörte nur mehr mein Herz klopfen, den Wind brüllen und das Pferd triumphierend wiehern. Meine lustvollen Schreie gegen den Wind  verhallten ungehört

Ich wachte erst wieder auf, als es im Raum schon dunkel war, nur kleine orientalische Lampen mit durchbrochenen Metallschirmen im Zimmer verteilt, durch bunte Glassteine Licht spendeten.
Es muss der Zimmerkellner gewesen sein, der mich weckte. Denn ich hörte wie er leise flüsterte und es wurde ein fahrbarer Tisch in den Raum geschoben, auf dem allerlei Leckerbissen und eine Flasche Champagner stand.

Wir verteilten die vielen kleinen Teller auf der Fläche des breiten Bettes und meine Finger griffen nach den Früchten und kleinen Kanapees und ich genoss alles, als wäre ich soeben von einer langen Reise ohne Nahrung zurück gekommen.

Mein Freund, hier verschwamm Wirklichkeit, Traum und Halbschlaf miteinander. Man soll auch nicht versuchen, es auseinander zu halten. Ich hoffe, dass ich dir geholfen habe, auch in diese Träume einzutauchen.


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