Montag, 17. November 2014

MORD AM WEIHNACHTSMANN, Überlegung



Mord am  Weihnachtsmann!
von Joana Angelides


Jeder, der heute berühmt ist und im Rampenlicht der Öffentlichkeit steht, lebt mit der Gefahr eines Attentates....

Was wäre nun, wenn es  jemand  einfiele, den Weihnachtsmann zu ermorden?
Auf jeden Fall würden sie  in die Geschichte eingehen! Der Weihnachtsmann und auch sein Mörder.

Die Frage, warum ihn denn jemand ermorden sollte, ist leicht zu beantworten.
Man denke nur an die rund 100 Krawatten, die ein normaler Mann im Laufe seines Lebens unter dem Baum findet und die er allesamt  scheußlich findet!
Oder an die Tausenden Geschenke, die genau nicht gepasst haben.  An die,  von den flinken Fingern der  älteren weiblichen Familienangehörigen  selbst gestrickten Socken, Handschuhe und Schals   die uns dann sorgsam verpackt, überreicht wurden und zu nichts dazu passen! Oder an jene Bilder die Schwiegermutter so gerne verschenkt und für die man dann verzweifelt einen Platz sucht, wo man diese abschreckenden Ölschinken nicht gleich sieht.
Wer erinnert sich nicht an diverse Zwerghasen, oder Hamster,  lebendig natürlich,  die dann überall in der Wohnung herumwuseln und dauernd ihre kleine Geschäftchen in unseren Hausschuhen erledigen. Unerwarteter Weise wachsen die dann und sind  keine süßen kleinen Zwerghäschen mehr, sondern ausgewachsene Rammler. Wehe, es ist sogar ein Pärchen! Reklamationen zwecklos.
Wer zählt die Szenen, trocknet die Tränen, die bei diversen Weihnachtsessen vergossen wurden?
Oder gedenkt der brennenden Weihnachtsbäumen, die die Versicherungsprämien immer teurer werden lassen?
Die Liste könnte man unbegrenzt weiterführen.
Und das alles im Namen des freundlich lächelnden  Weihnachtsmannes.

Also, da stauen sich schon gewisse Aggressionen auf, die zu den bösesten Ideen führen können.

Man überlegt plötzlich, wozu  denn der Weihnachtsmann gut sein soll? Also, weg mit ihm!

Aber wie könnte man das  bewerkstelligen?
Hoch im Norden, im zuckenden Nordlicht, wenn der Schlitten über das ewige Eis gleitet,  ist es schier unmöglich. Es gibt ja  keine Möglichkeit, sich zu tarnen.

In den tiefen Wäldern Skandinaviens  kann  sich der Meuchelmörder mit dem Dolch im Gewande zwar verstecken, doch da fliegt der Schlitten mit Rudolf leider darüber hinweg. An die Kufen könnt er sich hängen, doch wie meuchelt er dann?

In den Städten gäbe es schon mehr Varianten, in dunklen Gassen, tiefen Toreingängen, unbeachteten Innenhöfen, oder sogar  im Kaufhaus.
Doch....... welcher ist nun der Richtige? Mit dem Messer im Anschlag zuckt man hin und her und die Wahl fällt schwer. Denn es gibt plötzlich Hunderte!
Es ist also gar nicht so einfach, den Weihnachtsmann zu ermorden. denn bei diesen vielen Doppelgängern und Doubeln müsste man ja zum Serienmörder mutieren!
Und bitte, wohin mit den vielen Leichen?

Er hat also noch Glück gehabt, der Weihnachtsmann, aber wie lange noch????



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X-MAS Satire



Es weihnachtet in der Redaktion

von Joana Angelides


Das alle Jahre wiederkehrende Fest der  Geburt des Jesus-Kindleins treibt die tollsten Blüten,  wird langsam unübersichtlich und viele vergessen den ursprünglichen Sinn des Festes.

Jeder feiert es aber auch anders.
Die einen ertränken es in Alkohol, die anderen würden gerne auch die Schwiegermutter darin ertränken. Doch die Gewißheit, dass sie sich dann länger hält, lässt sie noch zögern.
Viele kaufen schon Wochen vor dem Fest jene Dinge, die keiner wirklich braucht, die aber so schön verpackt sind.
Andere wieder suchen den Weihnachtsfrieden übers Reisebüro in exotischen Ländern, wo es garantiert keine Christbäume und auch keine Glaskugeln zum Schmücken derselben gibt. Aber dafür Palmen und Temperaturen, die kaum erträglich sind. Auch gibt es keinen gebackenen Karpfen oder  Weihnachtsbraten am sogenannten „Christtag“. Dafür wilde Stammeskämpfe, Terrordrohungen und Tsunamis.

Es gibt keinen Familienstreit und Tränen beim Weihnachtsbraten, aber auch keinen Schnee und auch keine Mitternachtsmette.
Ganz Schlaue haben einen künstlichen Baumschirm (Made in China) und ein paar Kekse mit, um dann unter Tränen und Heimweh dem Fest in der Ferne nachzutrauern und das um viel Geld!

Da sich unsere Redaktionsmitglieder eindeutig zu den Klügeren zählen, haben wir beschlossen, diese Weihnachten mit einem firmeninternen Fest in der Redaktion zu feiern.

Der redaktionseigene Bote Benjamin wurde auf die Leiter gejagt, um die künstlichen Plastikgirlanden schwungvoll zwischen den Türen und der Beleuchtung anzubringen. Er stand da oben, die Leiter wackelte gefährlich und  sang ein Weihnachtslied nach dem anderen. Wir wußten gar nicht, dass es so viele gab!
Sein Gesang wurde jählings unterbrochen, als  Ilse unsere Redaktionssekretärin, ein  Tablett mit Gläsern balancierend herein kam und die Türe mit den linken Fuss rücklings schloß.
Die daran befestigter Girlanden rissen die Lampen aus der Verankerung, die Leiter um und unser Benjamin kam darunter zu liegen.
Er wird Weihnachten leider mit einem Gipsfuß, zwei Schlingen für die Hände und einer Halskrause  verbringen und sicher sechs Wochen im Krankenstand sein. Naja, man kann nicht alles bedenken! Dafür wird er aber dann wie neu sein!
Gläser, eine Leiter und zwei Beleuchtungskörper brauchen wir ebenfalls neu, nur Ilse kam ohne jede Schramme davon, sie ist nur heiser vom Schrei und wird einige Tage nicht telefonieren können.

Peter aus der Sportredaktion hat sich erbötig gemacht, für die Getränke zu sorgen. Er kontaktierte sämtliche ihm bekannten Firmen mit der Bitte um eine Getränkespende. Nachdem er überall Proben zog, war er schon eine Woche vor Weihnachten in Feierstimmung und lief mit einer roten Zipfelmütze herum.  Wenn es Schnee gegeben hätte, wäre er sicher mit dem Schlitten ins Büro gekommen. Er telefonierte schon ständig mit einigen Zoos, ob sie ihm ein Rentier zur Verfügung stellen könnten, falls, ja falls es Schnee gibt! Verkehrskontrolle oder aber den Tierschutzverein  kann er aber nicht brauchen!

Das Buffet wurde von einem, bisher völlig unbekannten, aus Südostasien stammenden Sandwich-Lieferanten angeliefert und sah optisch wunderbar aus. Diejenigen, die versteckt eine Kostprobe zogen, rangen noch nach Minuten nach Luft und brauchten pro Sandwich mindestens drei Flaschen Bier oder Mineralwasser. Aber, die Brötchen waren kunstvoll arrangiert und erfüllten den Raum mit einem sehr intensiven Geruch.

Überall wurden Kerzen aufgestellt, die eine sehr feierliche Stimmung verbreiteten, auf einer Grillplatte briet irgendjemand Äpfel und Tannenzweige, die den Geruch der Brötchen dann doch übertönten.
Unser Chefredakteur bestand auf echten Kerzen auch auf dem Weihnachtsbaum, der  in der Ecke des Aufenthaltsraumes aufgestellt wurde.

Nachträglich muss gesagt werden, dass das keine sehr gute Idee war, denn der Baum stand bedenklich nahe an den Vorhängen und dem Tisch mit den kleinen Geschenken der Kollegen und innerhalb weniger Sekunden in hellen Flammen.

Die Feuerwehr war zwar in unglaublich kurzer Zeit da, doch trotzdem verbrannten fast alle Akten, die Registratur samt Stellagen und was heil blieb, ging im Wasserstrahl der tapferen Männer unter.
Eines steht fest, soviel Aufmerksamkeit und Beobachter auf den Gehsteigen gegenüber, hat unsere Redaktion noch nie gehabt, kostenlose Werbung sozusagen. Immer, wenn von der Feuerwehr noch rauchende Möbelstücke aus dem Haus getragen oder aus dem Fenster geworfen wurden, applaudierte das Publikum. Besonders begeistert zur Kenntnis genommen wurde die Explosion unserer Gastherme. Ein Schauspiel, das den Himmel erleuchtete und im ganzen Grätzel gesehen werden konnte.
Bunte und schwarze Papierfetzen flogen durch die Gasse, ein Konfettiregen sozusagen.
Und über allem tönte „Stille Nacht, Heilige Nacht“, aus einem der offenen Fenster gegenüber.

Die Polizei nahm eine Tafel aus dem Lieferwagen zur genaueren Untersuchung mit, auf der  „Bin Laden“ steht. Unser Chauffeur, dessen Großeltern vor vielen Jahren aus Ägypten eingewandert sind, was ihn  natürlich sofort verdächtig machte, soll nach dem Ausnüchtern  zwecks Aufklärung von der Cobra einvernommen werden.

Die Aufräumungsarbeiten dauern noch an, vor allem, da jeder halbwegs lesbare Papierfetzen unter die Lupe genommen werden muss, es könnte sich ja um etwas Wichtiges, sprich eine Satire,  handeln.

Es war jedenfalls ein be-rausch-endes Lichterfest, das in dieser Konzentration vielleicht nur alle Hundert  Jahre stattfindet.

Als wir uns schon fast durch die verkohlten Reste der Manuskripte und Recherchenunterlagen durchgewühlt hatten, rief der Herausgeber unseres Magazins  aus Phuket an.

Wir  versicherten ihm, dass alles seinen gewohnten Weg geht.
Das klang so:
„Hier alles am Köcheln, die nächste Ausgabe brennt uns unter den Fingern! Wir suchen die geheimen Glutnester und machen uns Notizen. Wir haben die volle Aufmerksamkeit der halben Stadt“.
Er klang sehr zufrieden und wünschte uns ein fröhliches Weihnachtsfest.
Wir werden versuchen hin und wieder gequält zu lächeln. 


AUSZUG AUS e-Book

"OH DU FRÖHLICHE...."
von JOANA ANGELIDES

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LUST UND SCHREIE, Erotik



Lust und Schreie
von Joana Angelides

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Wenn man den dichten Wald hinter sich gebracht hat, tut sich der Blick auf den Fluss auf, der träge dahin fließt und besonders nachts  immer unheimlich wirkt. Auch bei Tage ist er dunkelgrün, fast schwarz, weil sich an einer Seite hohe Tannen bis an das Ufer drängen und an der anderen Seite eine Felswand  aus dem Wasser aufsteigt, die das Tageslicht weitgehend abhält.
Rechts, wo die  Felswand ein wenig zurücktrat, stand ein altes   Schloss aus dem 16.Jhdt.   Das Schloss lag direkt am Meer; auf einer Seite war der steil abfallender Fels, der in der weißen Gischt versank, auf der anderen Seite ein leicht ansteigender sattgrüner  Hügel. Der sich bis zum Ufer des Flusses hinstreckte. Das Schloss war seit Generationen das Stammschloss der Claimshall


Soweit man sich erinnern konnte, waren die Herren von Claimshall oft,  viel und lange  auf Reisen und brachten des Öfteren ihre Gemahlinnen  aus fernen Ländern mit. Seit die Menschen im Dorf denken konnten, gab es nur männliche Nachkommen.

Den jungen Herr von Claimshall konnte man abends des Öfteren auf dem Balkon des Turmes stehen sehen und in die Ferne blicken. Er hatte meist einen schwarzen großen Vogel am Arm, ließ ihn in die Nacht fliegen und wartete bis er wieder zurückkam. Mancher wunderte sich, dass er das abends tat, doch man hatte sich abgewöhnt, sich über die Schlossherren den Kopf zu zerbrechen. Sie  lebten sehr zurück gezogen und man gewöhnte sich eben daran, dass man sie, auch wenn sie wieder einmal  hier waren,  im Ort nur selten zu Gesicht bekam. Die Lichter im Schloss waren jedoch oft bis in die Morgenstunden an. Auch wenn sie erloschen waren, sah man  in den oberen Räumen Irrlichter von einem Raum zum anderen wandern. Manche glaubten eine weibliche Gestalt in weißen, wehenden Gewändern hinter den Fenstern dahin gleiten zu sehen, die einen fünfarmigen brennenden Kerzenleuchter trug. Es könnte die Schlossherrin sein.

Für Besorgungen und Arbeiten im Haus war Matheus zuständig. Er kam mit der schwarzen Kutsche ins Dorf, machte seine Besorgungen und ansonsten war er mürrisch und wortkarg. Wenn er alles besorgt hatte, setzte er sich wieder auf seinen Kutschbock und schwang die Peitsche. Mit einem heiseren Schrei trieb er die beiden Pferde an, die daraufhin  laut wieherten und dann war er wie ein Spuk  wieder verschwunden.

Matheus lud seine Fracht ab und trug sie beim Seiteneingang in das Schloss. Es war Nacht. eine stürmische, bewölkte Nacht. Es war keine geschlossene Wolkendecke, hin und wieder kam der Mond zwischen den einzelnen Wolken durch und das fahle Licht erzeugte bewegliche Schatten und fliehende Lichtpunkte suchten ihren Weg am Moos zwischen den dicken Stämmen der viele Meter hohen Bäume.
Wenn er fertig war, brachte er die Pferde in den Stall und stellte die Kutsche in den Verschlag.

Dann ging er wieder ins Schloss zurück und  in den Keller. Die Kellertüre war mit einer Kette verschlossen, sie knarrte ein wenig, als er sie öffnete.
Er konnte sie hören, alle Drei!
Sein Herr hatte im Keller, ohne das Wissen seiner Familie einen geheimen Salon eingerichtet, mit Kamin, Gaslampen an den Wänden und tiefen weichen Teppichen  am Boden. Der Raum war sehr groß und hatte, ähnlich einem Kirchenschiff, einige Nischen, die mit dicken Vorhängen gegen Blicke geschützt waren.
In der Mitte des Raumes stand ein breites Bett mit vielen Pölstern und darüber einem Baldachin.
In jeder der drei Nischen war ein junges Mädchen angekettet. Sie lagen auf ihren Betten und mussten ihm zu Diensten sein. Nur Er hatte die Schlüssel, um die jeweilige Kette zu lösen. Er hatte sie in den umliegenden  Dörfern bei Nacht und Nebel von Matheus rauben lassen und niemand wusste, dass er sie gefangen hielt. Nach einiger Zeit hatte man aufgehört, nach ihnen zu suchen.


Als sie Matheus die Treppe herab kommen hörten, fingen sie zu weinen und zu rufen an. Matheus spürte, wie es ihn erregte. Immer, wenn sein Herr nicht da war, nahm er sich eines der Mädchen vor. Besonders die schwarzhaarige Tigerin hatte es ihm angetan. Sie stammte allerdings nicht aus dem Dorf sondern aus einem vorbeiziehenden Zirkus von Zigeunern. Sie war neu, erst einige Tage hier. Er schlug den Vorhang zurück und nahm eine der Peitschen von der Wand. Sie kratzte und spukte und es war gut, dass sie angekettet war Er hoffte, wenn sie einige Schläge damit abbekam, würde sie gefügig werden. Sie starrte ihn an und kroch an das Kopfende des Bettes. Er packte sie an den Beinen, zog sie wieder in die Mitte des Bettes zurück und kettete auch das eine noch  freie  Bein an. Dann schloss er auch die Metallmanschetten an ihren beiden Armen an die Ringe am Kopfende an und begann, ihren Po freizulegen. Sie weinte und schrie. Er fuhr mit seinen Nägeln auf ihrem Rücken auf und nieder und hinterließ leichte Spuren. Mit seinen langen gierigen Fingern glitt er dann zwischen ihre Pospalte und begann in ihre Rosette einzudringen. Sie bewegte das Becken wie wild und beschimpfte ihn. Das erregte ihn unendlich.

„Sei ruhig, Wildkatze, ich peitsche Dir sonst die Seele aus dem Leib!“, schrie er sie an, hob die Peitsche und schlug in wilder Wut zu. Sie heulte auf. Er schlug weiter auf sie ein. Plötzlich hörte sie auf zu schreien. Sie bewegte sich kaum mehr. Er hielt erschrocken inne.
„Ja, ja, ja… fester, ja noch einmal…“, schrie sie jedoch plötzlich auf.
Oh, es gefiel ihr, ihre Abwehr war also nur gespielt!

Die Beiden anderen verhielten sich ruhig. Sie wussten bereits, wenn er sich mit einer von ihnen beschäftigte, dann kamen sie glimpflich davon.

Er glitt mit seinen langen dünnen Fingern zwischen ihren Schenkeln nach vorne und spürte, dass sie nass war. Sie begann leicht mit dem Po hin und her zu schwingen und genoss es sichtlich. Er krümmte seine Finger in ihr und rotierte im Rhythmus. Es kamen wohlige Töne aus der Polsterung, in der sie sich offenbar verbissen hatte. Er nahm seine Finger langsam wieder zurück, sie knurrte unwillig. Doch er ließ nun seinen Daumen in sie gleiten und erfasse mit den Fingern ihre Perle und begann sie ebenfalls rhythmisch auf und ab gleiten. Sie hob ihren Po, um ja keine seiner Bewegungen einzuschränken und er spürte, wie die Perle immer härter und größer wurde.

„Höre ja nicht auf, ich verrate sonst unseren Herren was Du so immer mit uns treibst, wenn er nicht da ist. Der peitscht Dich dann aus, oder macht noch schlimmeres mit Dir!“
Ihre Bewegungen wurden immer hektischer und plötzlich kam sie heftig und brüllend. Er kniete hinter ihr und war auf das Höchste erregt. Seine Hand glitt heraus und sein unglaublich großer Speer, der inzwischen zu ungeheuerer Größe angewachsen war drang mit einem jähen Stoß in sie ein.

„Ja, das ist gut, das treibt mich fast in den Wahnsinn, lässt meinen Orgasmus nicht enden und erregt mich immer mehr! Stoße tiefer und immer tiefer in mich! Oh, Du spießt mich fast auf!!!“ Sie schrie es heraus und ihre Hände krallten sich in die Polsterung. Er hörte nur ihr Stöhnen und Schreien, konnte die Worte kaum verstehen fühlte aber, wie  sein Schwert immer wieder von neuem erstarkte und  ließ den dingen ihren Lauf, bis sie unter ihm völlig erschöpft in sich zusammen sank. Dann ließ er von ihr ab.

„Bitte, nimm noch einmal die Peitsche ich brauche sie noch einmal, schlag ordentlich zu!“ bettelte sie. Er griff nach der neben ihm liegenden kurzen, roten Peitsche und schlug weit ausholend einige Male langsam und bedächtig auf ihre bereits roten Pobacken zu. Sie wand sich unter den Schlägen und schlug mit beiden Fäusten auf das Bett,  hob den Kopf und keuchte ihren Schmerz mit offenem Mund hinaus.
Erst nachdem sie aufhörte sich zu winden, hörte er auf. Sie lag ermattet da und rührte sich nicht mehr. Er erhob sich vom Bett und legte eine der seidenen Decken auf ihren Körper, zog den Vorhang zu und entfernte sich. Er lächelte teuflisch. Also mit dieser Wildkatze wird sein Herr noch seine Freude haben!



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Samstag, 15. November 2014

Leseproben e-Books Joana und Xenia

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Dienstag, 11. November 2014

MANN WIRD VERMISST



Mann wird vermisst!
von Joana Angelides

Die Luft ist  mild und riecht nach mehr!

Warum  drängt sie empor, samtblaue Erinnerung,
Zaghafte Hoffnung auf  Erneuerung?
……………………………

Dieses Fragment eines Gedichtes geht ihr seit Tagen nicht mehr aus dem Kopf.

Es sind nun Monate vergangen, seit der Platz an ihrer Seite leer ist. Das Bettlaken rechts von ihr  fühlt sich kühl und abweisend an, wenn sie suchend mit der Hand darüber fährt.

Sie schließt die Augen und lässt die Erinnerung an jene Nächte, in denen die Sterne dutzendweise vom Himmel auf sie hernieder regneten, Revue passieren.

Es waren seine Hände, die ihre Sinne jedes Mal als erstes erreichten. Sie stahlen sich von der Kniekehle aufwärts, die warme Haut der Schenkel berührend bis zu der festen Rundung des Po´s  und wieder abwärts. Einige Male.
Dann rückte er  langsam näher und sie konnte  immer seinen warmen, erregten Atem im Genick spüren.

„Dreh dich nicht um!“, flüsterte er ihr immer ins Ohr, „ ich bin Eros und du meine Psyche, Spürst du, wie wir uns langsam erheben und in der Luft, nur auf den Kissen unserer Empfindungen liegend,  schweben?“
Die Schatten bewegten sich und zaubern Gestalten in den Raum, die flüsterten und raunten. Sie umschwebten ihren Körper, berührten sie mit zärtlichen Fingern und brachten ihn zum Klingen.
War da wieder ein Flüstern, hörte sie zärtliche Worte, goldverbrämt und sinnlich?
Strichen diese Hände wirklich über ihren Körper?
Sie  erspürten jeden weichen Punkt, umkreisten ihn, seine Zunge berührte ihre Haut, erfasste ihre Brustspitzen und brachte sie zum Zittern.
Seine Augen versanken in den ihren, erfassten die Glut darin und versuchten sie noch mehr anzufachen, ein Feuer zu entzünden.

Zärtliche Hände glitten über den sanften Hügel ihres Bäuchleins, spürten die Vibrationen, die von ihrem Schoss ausgingen und verstärkten den Druck.

 Sie schloss die Augen, doch nichts weiter geschah. Der Traum löste sich, wie schon so oft, in Nichts auf

Mit einem kleinen Schrei der Enttäuschung warf sie sich herum und breitete beide Arme über der Weite des Bettes aus.


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Montag, 10. November 2014

DER IDEALE EHEMANN, Satire



Der ideale Ehemann.
von Joana Angelides

Man sollte es sich wirklich gut überlegen eine völlig fremde Frau dazu zu überreden, das künftige Leben mit einem zu teilen. 

Man bedenke die Änderungen alleine im Badezimmer! Dort wo bisher die Zahnbürste war, befinden sich plötzlich eine Unzahl von Pinseln und Bürstchen. Die Zahnbürste ist nun auf der anderen Seite. Und dann sind es auch zwei, anstatt nur einer. Es kommt auch zu Debatten, wenn die Zahnpastatube nicht zugeschraubt ist, oder in der Mitte eingedrückt, was bisher völlig egal war.

In der Dusche klatschen einen auch des Öfteren nasse Strumpfhosen ins Gesicht, weil man ohne Brille hinein steigt, da diese sich unter der Dusche immer beschlägt. Beim heraus steigen  kann es passieren, dass man auf dem Steiß landet, weil die Badematte  anders liegt, nur weil es so besser aussieht. Die Seifen duften meist dann auch nach unterschiedlichen exotischen Blumen, was sich nicht mit dem eigenen Duft verträgt. Was dann auch noch die Freundin irritiert.

Das Frühstück verändert sich auch plötzlich. Man hört, dass Butter ungesund ist und dick macht. Es gibt ein nach Hasenfutter schmeckendes Mischmasch aus der Schale mit Milch übergossen und gesundes Gebäck mit Körnern drin. Die Zeitung zwischen uns beiden, angelehnt an die Kaffeekanne, stört diese fremde Frau, die nun bei dir wohnt,  ebenfalls.
Reden alle Frauen beim Frühstück soviel? Und wenn ja, muß man ihnen dabei ins Auge  schauen?
Die tägliche Debatten, wer wann das Auto benutzen kann, waren ebenfalls ermüdend. Wozu braucht Frau ein Auto?

Und wo bleiben dann die Abende, an denen man mindestens dreimal die Woche zu Hause mit Freunden Karten gespielt hat? Sie werden von dieser fremden Frau, die nun hier wohnt, boykottiert. Sie will justament an diesen Tagen entweder ausgehen oder fernsehen oder einfach nur den Abend  mit dir vor dem Fernseher (oder im Bett....) verbringen. Sie empfindet die Zigarettenstummel auf dem Teppich als störend, die Gläser auf dem von ihr polierten Teakholztisch stellt sie dauernd auf Untersetzer, die leeren Flaschen unter dem Tisch sammelt sie schon während des Spieles ein. Es stört sie auch gewaltig, dass meine Freunde leere Bierdosen im Sitzen in den Papierkorb werfen und fast immer treffen. Sie sträubt sich auch, Brote für uns herzurichten. Die Mayoflecken hat meine Putzfrau früher immer mühelos aus den Sitzpolstern heraus gekriegt, glaube ich. Wenn dann endlich eine angenehme Atmosphäre aufkam, der Zigarettenrauch so richtige schummrige  Beleuchtung schuf, öffnet diese fremde Frau, die nun bei dir wohnt, das Fenster um  Frischluft hereinzulassen. Wer will beim Kartenspielen schon Frischluft! Ich verlor an Ansehen bei meinen Freunden, weil ich mich nicht durchzusetzen vermochte.
Und erst die Wochenenden! Eine jahrelange Gewohnheit, sonntags zum Fußballspiel zu gehen, anschließend in unserem Stammlokal ein paar Biere zu kippen und dann nachmittags den wohlverdienten Mittagsschlaf zu machen, wird in Frage gestellt. Wer will schon spazieren gehen? Wer will schon zur Schwiegermutter essen gehen? So was wie eine Schwiegermutter hatte ich gar nicht, bevor ich diese fremde Frau ehelichte.
Und weil sie mir all diese lieben Gewohnheiten nicht ausreden konnte, ist sie einfach gegangen. 
Sie wird nun nie erfahren, was ich für ein idealer Ehemann bin, wenn man mich nimmt wie ich bin.


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ALLES ROBOTER, ODER WAS? Satire



Alles Roboter, oder was?


von Joana Angelides


Wir schreiben das Jahr 2203


Die Menschen verrichten fast keine  Arbeiten mehr manuell,  alles wird von Maschinen und Automaten erledigt.  Naja fast alles.
Neunzig Prozent der erwachsenen Bevölkerung ist damit beschäftigt, solche Maschinen und Automaten zu erfinden und zu konstruieren.

Die restlichen zehn Prozent sind damit beschäftigt, die Kommunikation aufrecht zu erhalten.
Schließlich muß ja die Weiterentwicklung, bzw. Abwicklung und Information in Fluß gehalten werden.


Hausarbeit z. B. gehört in diesem Jahrtausend in das Reich der Märchen und Sagen.

Ist schon niedlich unser weiblicher Roboter mit der Typennummer 210. Wir haben ihn aus dem Katalog für dienstbare Roboter, Sparte Haushalt.
Es entstand eine kleine Debatte  zwischen  meiner Frau und mir. Ich konnte mich  in diesem Falle jedoch schließlich durchsetzen. Sie wollte einen männlichen Roboter mit schwarzen Haaren und dunklen Augen, mit der Typennummer 209, mir gefiel jedoch die blonde, blauäugige weibliche Type 210 besser. Das resultierte daraus, dass diese Type  so eine süße stromlinienförmige Verlängerung des Rückens hatte und das erinnerte mich wiederum an unsere erste weibliche Haushalthilfe Type 201, die leider durch einen Kurzschluß Totalschaden hatte. Sie wusch eines Morgens meinen Rücken und kam dabei ungewollt unter die laufende Dusche.
Wir mußten auf einen Garantieersatz verzichten, da die Type 201 für Naßräume nicht zugelassen war.
Meine Frau warf Type 201 dann kurzer Hand  in die Metallpresse und ich einen wehmütigen Blick hinterher.


Unsere Küche ist vollautomatisiert und durch Zeituhren gesteuert.
Um Punkt 8.ooh morgens ist der Kaffe fertig und die Türe des Backofens öffnet sich und frische Brötchen schieben sich auf einem Rost heraus. Unser neuer Hausroboter nimmt sodann mit ihren reizenden Zangenfingern die Brötchen und bringt sie zum Frühstückstisch, zu den bereits arrangierten Tellern und Schalen. Dabei blinken ihre großen Augen zweimal  und sie nickt auch zweimal den Kopf. Zu Mittag hebt sie noch zusätzlich beide Hände und dreht die Handflächen nach außen, ein Unterschied muß schließlich ja sein.

In der ursprünglich gelieferten Version hatten die beiden Puffer an der Vorderseite, die einen Sensor eingebaut hatten um das Anecken an Möbelstücke zu vermeiden, noch zwei blinkende rote Lämpchen, doch die hat meine Frau heraus geschraubt. Es macht sie nervös. Eigentlich schade, sie erinnerten mich an irgendwas.

Immer,  wenn eine Schale oder ein Teller  zu Boden fällt und zerschellt, rollt durch das Geräusch ausgelöst, ein kleiner Staubsauger aus seinem Fach unter der Spüle, saugt die Scherben gierig auf und zerkleinert sie wie ein Müllschlucker und spült sie danach durch seinen langen Schlauch in den Abfluß.

Unser Haushaltsroboter schließt dann die mit langen Wimpern ausgestatteten Augenklappen   und sagt mit einer synthetischen, jedoch durchaus vornehmen, nasalen Stimme:
„Sorry, indead“

Alle Hausangestellten sind „very british“.

Die Roboter Typenreihe 600, für Garten und Poolreinigung sind aus französischer Produktion.
Besonders der Gärtner erinnert mich immer an Paris und an eine Travestishow. Vielleicht weil er beim Gehen immer so leicht die linke Hand hebt und  seinen Kopf hin und her  bewegt. Aber vielleicht bilde ich mir das auch nur ein. Es liegt vielleicht auch an dem kleinen Metallbehälter, den der Gärtner mit Werkzeugen und Zangen, immer über die Schulter trägt. Es erinnert mich an ein kleines Täschchen.

Meine Frau findet, dass es sehr schade ist, dass es keine Chauffeure mehr gibt. Alle Autos fahren heute computergesteuert.  Sie erinnert sich an Erzählungen ihrer Oma, die hat es wieder von ihrer Oma, dass besonders die italienischen oder französischen Chauffeure sehr charmant waren und recht frivole Lieder gepfiffen hätten. Also, mich würde ein pfeifender Chauffeur nur nervös machen. Außerdem gefallen mir frivole Texte besser, wenn sie gesungen werden.

In meinem computergesteuerten Büro gibt es außer mir nur noch einen Servicetechniker, der für alle Rechner und Computer im Hause zuständig ist.

Die Türen öffnen sich, wenn man sich nähert automatisch, der Lift reagiert auf mündlichen Befehl und sagt auch automatisch die einzelnen Stockwerke an.
Seine synthetische Stimme ist emotionslos und wirkt nie mürrisch oder müde. Ein einziges Mal in all den Jahren geschah es, dass die Stimme ein wenig stotterte und es klang auch wie Schluckauf, als einer der Lastenroboter der Type 500  eine Kiste mit Champagner umkippte und es zerbrachen einige Flaschen. Die Flüssigkeit rann in alle Ritzen und Fugen und der Lift blieb sofort stehen. Wir mußten durch den Serviceroboter befreit werden.
Und so geschah es eben, dass der Lift den restlichen Dienst nur sehr mangelhaft, mit einigem Zucken und Rucken bewältigte und die Stimme hin und wieder schwankte.
Die Stimme war dann noch zwei Tage etwas leiser und zögernder, doch nach einem Generalservice in den Nachstunden funktionierte sie wieder klaglos.

Es ist mir gelungen, für mein Büro einen weiblichen Officeroboter zugeteilt zu bekommen.
Ich habe mich für die Type 301 entschieden, mit blauen Augen und blonder, aufgesteckter Frisur. Ich habe ihn  aus dem Katalog gewählt und achtete darauf, dass er eine gewisse Ähnlichkeit mit Type 201 hatte, den wir ja leider verschrotten mußten. Besonders so die Linie vom Rücken abwärts........, naja!  Ich bin halt ein Gewohnheitsmensch.

Da meine Frau höchst selten ins Büro kommt, habe ich die beiden blinkenden Lämpchen an den vorderen Puffern nicht entfernt. Ich glaube, es ist funktioneller.
Ich nenne ihn „Barbarella“, um ein wenig persönliche Beziehung herzustellen.


Nun, dieser weibliche Roboter Barbarella,  begrüßt mich nun jeden Morgen mit freundlicher Stimme, die ich ihm  selbst einprogrammiert habe.
So euch heute. Ich betrete mein Büro durch die selbstschwingende Türe und da steht Barbarella  und streckt den linken Arm aus um meinen Hut und Mantel in Empfang zu nehmen.
Sie dreht sich um und geht auf die Kleiderablage zu. Dabei leuchten ihre Pufferlämpchen und sie  bleibt  rechtzeitig davor stehen.
Dann dreht sie sich um, klimpert mit den langen Wimpern und strahlt mich mit ihren blauen Augen an.
„Guten morgen, haben sie gut geschlafen? Darf ich ihnen den Kaffee servieren?“ Eine süße Stimme. Ich werde aber nachher noch einige Baßtöne hinaufschrauben, um sie noch ein wenig weiblicher zu machen. Es klingt besser und tut einfach wohl.
„Ja, Barbarella, bitte!“

Sie dreht sich dann immer um und geht zu der kleinen Küchenecke im Büro und drückt dort auf einige Knöpfe. Bilde ich es mir nur ein, oder wackelt da ein wenig das mittlere Drittel ihres Korpus hin und her? Sollte ich das korrigieren, oder gefällt es mir vielleicht so?

Sie bringt  Kaffe und streift dabei unabsichtlich das Bild meiner Frau vom Schreibtisch.
„Es tut mir leid!“ Sie bückt sich und tritt leider auf das Glas und es zerbricht.

„Es tut mir leid!“
Naja, sehr aufrichtig klingt das ja nicht, muß an der Soundkarte liegen, sie ist sicher emotionslos.

Die Tage sind immer gleich, ohne Höhepunkte, aber auch ohne Reibungsflächen durch die funktionellen Abwicklungen mit Hilfe der verschiedenen Roboter.
Die eingehende Post kommt links aus der Rohrpost, bereits geöffnet und mit Eingangsstempel versehen. Die von mir diktierten Briefe kommen automatisch aus dem Drucker rechts von mir, und werden von mir unterschrieben und verschwinden dann am oberen Einwurfschlitz des Schreibtisches.
Die Mehrzahl der Korrespondenz läuft jedoch über  E-Mails ab und wird abgespeichert.

Wenn man abends das Büro verläßt, dann schaltet man diese hilfreichen Roboter mittels eines Schalters an der Rückseite des Roboters oder an der Schreibtischplatte einfach ab und sie verharren still in dieser Position bis zum nächsten Morgen.

Leider kann man dieses Precedere nicht auch auf  das Privatleben anwenden.
Dort kann man zwar Haushaltshilfe Type 210 sowie die Gärtner und Hilfsroboter, Typenreihe 600,  mittels des Schalters am Rücken abstellen, was jedoch nicht bei meiner Frau und auch nicht bei meiner Schwiegermutter angewendet werden kann.


Es wird jedoch an einer neuen Typenreihe gearbeitet, wie ich aus einem Geheimpapier aus dem Ministerium erfahren konnte.  Es soll ja schon vor vielen Jahren Versuche mit aufblasbaren Objekten gegeben haben. Doch die Forschung wurde dann auf Druck der Frauenorganisationen eingestellt.
Die Literatur darüber wurde eingezogen und ist nur mehr unter der Hand zu bekommen.


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DER PANTHER, Satire



Der Panther

von Joana Angelides


Endlich waren die Fensterputzer da. Die Außenfassade, ganz aus Glas, konnte die Sonnenstrahlen schon gar nicht mehr widerspiegeln. Was einen ja nicht stört, wenn man drinnen sitzt. Aber das Image der Firma soll darunter leiden. Naja, schaut ja sowieso keiner mehr die hohe Fassade  hinauf, eilen  alle nur geschäftig vorbei. Aber Ordnung muss sein.

Sie sitzt konzentriert vor dem Computer und studiert die aufgerufene Statistik.

Was ist das?
Vor dem geschlossenen Fenster bewegt sich ein schwarzer Panther. Es ist der Fensterputzer. Durch das dünne T-Shirt sichtbar, bewegen sich seine Muskeln mit kraftvollem Zucken, seine langen Arme holen nach rechts oben aus, der Oberkörper streckt sich und es scheint, der Panther  ist mit der Scheibe verhaftet und bewegt sich mühelos auf dieser entlang. Mit weit ausholenden, kraftvollen Bewegung führt er den Schieber über das Glas und zieht ihn  wieder zurück. Durch das nasse T-Shirt zeichnen sich seine Muskeln ab.  Rein anatomisch betrachtet, makellos!
Sie hält inne und  schaut ihm fasziniert zu.  Natürlich nur aus reinem Interesse daran, wie es möglich ist, dass ein Mann so verhaftet sein kann mit einer  Glasscheibe. Seine Muskel  entspannen sich und er bückt sich, scheinbar um den Fensterschieber  abzuwischen. Nur aus reinem Interesse natürlich, ob der Jeans-Stoff   die entstehende Spannung  auf der Rückseite  auch aushält, richtete sie sich etwas auf  um besser sehen zu können und dummer Weise warf sie die auf der Tischkante stehende Tasse Kaffe zu Boden.
Das Klirren holte sie in die Wirklichkeit zurück.
Ist ja lächerlich, warum sollte sie sich dafür interessieren, wie ein Fensterputzer arbeitet? Aber man könnte ja Bewegungsstudien machen, außerdem sieht es ja keiner.
Sie nähert sich langsam der Scheibe und steht nun genau vor ihm. Sie kann ihn sehen, er kann durch die getönten Spiegelgläser  jedoch nicht herein blicken.
Ist schon faszinierend, so nahe an einem Raubtier zu stehen, ohne dass es das  merkt.
Nun wendet er sich der anderen Seite der Scheibe zu und dehnt und streckt sich nun nach links oben. Das T-Shirt  ist etwas zu kurz, wie alle diese billigen Dinger und rutscht aus dem Hosenbund heraus. Sie macht einen Schritt zurück. Man will ja schließlich nicht indiskret sein. Der Gürtel der Hose sitzt sehr locker und der Nabel wird unter dem Rand des T-Shirts sichtbar, um dann gleich wieder, aufgrund der Gegenbewegung des muskulösen Oberkörpers, von diesem T-Shirt verdeckt zu werden. Hat scheinbar keinen Slip an dieser Panther da vor der Scheibe. Aber ist ja schließlich nicht von so großem Interesse. Aber, hat er nun  oder hat er nicht? Obwohl.......... naja.
Es wurde inzwischen zwölf Uhr. Fast gleichzeitig schauen sie beide, die Sekretärin und der Panther,  auf die Uhr auf ihren Handgelenken. Er dürfte sich für eine Pause entschlossen haben und beginnt sich abzuseilen. Dieser aufreizende, geschmeidige Körper bewegt sich nach unten bis nur mehr sein Kopf zu sehen ist und dieser auch gleich verschwunden sein wird.

Hastig beendet die Sekretärin ihre Sitzung vor dem Bildschirm, schnappt ihre Handtasche und beeilt sich um  zum Lift zu kommen. Heute wird sie nicht erst um dreizehn Uhr essen gehen. Man muss ja nicht immer das Selbe tun! Nicht etwa, um gleichzeitig mit dem Panther im Speisesaal zu sein, sondern um noch vorher bei der Poststelle vorbeizuschauen, natürlich nur, wenn es sich ausgeht.
Sie betritt den Speisesaal und unwillkürlich gleiten ihre Augen über die verschiedenen Tische, wo sollte sie sich nur hinsetzen? Ah; dort ist noch ein Platz frei. Wie zufällig am Tisch des Panthers! Sie nennt ihn nur mehr Panther, schließlich kennt sie ja seinen Namen nicht! Noch nicht! Sie steuert mit ihrem Tablett auf den Tisch zu, wird jedoch von einem jungen Mann sanft auf die Seite geschoben.
Der junge Mann setzt sich neben "ihren" Panther und wird erfreut und erstaunlicher Weise  sehr vertraut begrüßt. Sie berühren sich mit den Fingerspitzen und lächeln sich zu. Sehr seltsam, wie sie sich ansehen und wie sich ihre Augen ineinander versenken.
Irgendwie irritiert dreht sie sich um, und hört gerade noch, dass  sich die Beiden für abends im „Guy“ verabreden. Ist das nicht...?
Also, die Fensterputzer sind auch nicht mehr das, was sie sein sollten. Außerdem hat sie sich „das“ gleich gedacht!
Sie sucht sich einen  Platz an einem anderen Tisch und setzt sich mit dem Rücken zu den Beiden nieder und verzehrt völlig lustlos ihren Imbiss.


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Sonntag, 9. November 2014

AM MORGEN DANACH, Teil II (Antwort)




 AM MORGEN DANACH, Teil II (Antwort)
von Joana Angelides

Liebster Eros, deine alles überschwemmende Zärtlichkeit beginnt schon wieder, mich  einzufangen in einem Netz von Empfindungen.
Ich stelle mir in meiner Fantasie vor, mich mit dir irgendwo auf einer Insel zu befinden, unter zeltähnlichen Gebilden, direkt am Strand. Umgeben von weißen, undurchsichtigen Gardinen, die sich im Wind bewegen und auf vielen Kissen liegend, genieße ich diese Zärtlichkeiten, Höhepunkte genießend, sie langsam abebben lassend, um sie wieder aufzubauen. Nur unterbrochen von kurzen Momenten, wo wir Früchte genießen oder unsere Lippen benetzen.
Du kennst sicher diese raffinierten japanischen Liebekugeln, die man einführt und die dem Körper Impulse geben, die ihn langsam immer wieder an den Rand einer Nervenkrise bringen.
Ich spüre förmlich, wie du sie herausholst aus mir und sie mir wieder gibst, wie ich aufseufze, wie sich mein Becken bewegt. Es sollten Stunden, ja Tage sein, in denen man sich gegenseitig liebkost, nicht aufhört, die Sinne zu reizen, kleine Orgasmen zerfließen lässt, um dann doch immer dazwischen einen Sturm auszulösen, der minutenlang dauert und den Verstand raubt.
Wenn die Körper von Lippen beruhigt werden, Zungen über die erregten Punkte streichen, die Leidenschaft wieder anfacht!  Und das über Stunden und Tage.
Du regst meine Fantasie an, weckst Sehnsüchte und Träume.

Deine Psyche
 


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AM MORGEN DANACH, Teil 1 (Ein Brief)





AM MORGEN DANACH, Teil 1
von Joana Angelides

Psyche, meine Liebste! Nur ein Hauch von Seide bedeckte dich - nur ein Hauch - es war mein Atem auf deiner Haut. Wie zart du doch bist, wie war ich dir ausgeliefert.

Deine Schönheit leuchtete nur für mich im Sternenlicht. Ich beugte mich über deinen Nacken, dein Duft stieg zu  mir auf, vernebelte meine Sinne.
Ich streichelte dich, küsste dich. Mein Mund, meine Zungenspitze berührten deine roten Lippen. Sie drängte, begehrte Einlass. Wie gut du schmecktest. Deine geschlossenen Augen sehen meine Hände, meinen Mund. Mit geöffneten Lippen umschloss ich deine Knospen, ließ sie in mir heranwachsen.

Wie schön du bist. Meine Göttin, Küsse - auf deinen ganzen Körper, bin ausgehungert nach Dir. Ich streichle dich - deinen etwas gewölbten Bauch, das seidene Höschen. Ich fühle deine Hände in meinen Haaren. Die Küsse erweckten dich, ließen uns hineinfliegen in die Arme der Liebe. Ich kniete neben dir und betrachtete meine Göttin verliebt an. Ich streichelle dich, befreite deinen Leib von alem was uns trennt. Mein Mund, heiß und voller Zärtlichkeit berührte dich überall.

Ich spürte die Lust in mir hochsteigen. Meine Zunge - weich und zart, umschlang deine Perle. Diese unbändige  Lust und Leidenschaft machten mein Zepter groß und lustvoll. Ich hörte dein Flüstern, spürte deinen Atem. Als du  in meinen Armen zu flüßigem Gold wurdest und wir verschmolzen, hörte ich den Gesang der Sirenen über das Meer.


EROS


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